"Einschläge, die alles ändern"

Ausstellung im Antikriegshaus

Sievershausen (r/gg). Die Ausstellung "Erschüttert - Einschläge, die alles ändern"von Till Mayer ist noch bis Sonntag, 20. Dezember, im Antikriegshaus am Kirchweg 4A zu sehen. Der mehrfach ausgezeichnete Bamberger Journalist und Fotograf Till Mayer hält seit vielen Jahren die Langzeitfolgen von Konflikten und ihre Ursachen in seinen Fotos und Reportagen fest. Dabei arbeitet er häufig eng mit Handicap International, dem Roten Kreuz, dem Roten Halbmond und anderen Hilfsorganisationen zusammen.
Die Protagonisten der Ausstellung von Till Mayer und Handicap International haben eines gemeinsam, ihre Leben wurden durch den Krieg erschüttert. Da ist der Bauer aus dem Kongo, der bei der Explosion einer Granate ein Bein verliert. Die alte Frau aus der Ostukraine aus dem Dorf nahe der Frontlinie, in dem fast nur noch Greise geblieben sind. Oder das Mädchen im Irak, das ein Bein, den Bruder, die Mutter verliert, weil Kämpfer ihre Heimat Mossul mit Sprengsätzen verseucht haben.
Die Explosionen von Bomben und Granaten erschüttern ein Leben lang. Weil Beine und Arme nicht nachwachsen können, geliebte Menschen nicht wiederkehren. Weil die Zeit eben nicht alle Wunden heilt, wenn die Seele tief verletzt ist. Also wieder nur traurige Geschichten aus einer chaotischen und grausamen Welt? Nein. Denn trotz ihrer Schicksalsschläge sind die Menschen nicht selten Mutmacher. Und Mahner gegen die Bombardierung der Zivilbevölkerung.
Die Ausstellung ist während der Büro - Öffnungszeiten des Antikriegshauses montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 12 bis 16 Uhr zu sehen. Der Zugang zur Ausstellung ist nur nach telefonischer Voranmeldung unter der Rufnummer 05175 57 38 im Rahmen der gültigen Hygienevorschriften möglich.
Am Sonntag, 6. Dezember um 16 Uhr gibt es die Möglichkeit, per ZOOM-Konferenz an einem Einführungsvortrag von Till Mayer teilzunehmen. Der Link dafür kann per E-Mail beim Antikriegshaus unter info@antikriegshaus.de angefordert werden.