Einfacher Straßenname gewünscht

Mit der Fertigstellung der Neubauten in Immensen soll die Straße einen neuen Namen bekommen. (Foto: Rebecca Ottinger)

Gedenkstein "Grotefricken Kamp" soll Alternative sein

Immensen (gg). Noch vor der Fertigstellung des Neubaugebiets an der Arpker Straße haben 23 zukünftige Anlieger eine Initiative zur Umbenennung der Straße "Grotefricken Kamp“ gegründet. "Es ist einfach zu befürchten, dass der Name schlecht verständlich sein wird. Es ist zu erwarten, dass man bei Ortsangaben ständig buchstabieren muss", sagt Rebecca Ottinger aus der Anlieger-Gruppe. Vor einem Jahr habe der Ortsrat den Straßennamen "Grotefricken Kamp" aus einer Vielzahl von Vorschlägen ausgewählt, auch um die Historie zu würdigen, so die Mitteilung der Anlieger-Gruppe. Der Bitte um erneuter politischer Diskussion im Ortsrat ist Ortsbürgermeister Falk Kote inzwischen nachgekommen. "Sehr kontrovers", so der Eindruck von Rebecca Ottinger nach dem Besuch der Sitzung. Sie rechnet nun mit einer weiteren Bürgerbeteiligung und hofft auf Entscheidung in der nächsten Ortsratssitzung - möglichst bald. 
Der Name „Grotefricken Kamp“ hat in der Dorfhistorie Bezug zu den Besitzern der Nachbarsländerein am heutigen Eilertweg im 17. Jahrhundert. Durch die Benennung der neu entstehenden Straße sollten die Erinnerungen an die damaligen Besitztümer aufrecht erhalten werden. Auf dem Land des jetzigen Baugebiets durften geflohene Familien nach dem zweiten Weltkrieg Nahrungsmittel anbauen und sich damit in der schweren Zeit versorgen - so die Recherche der Anlieger-Gruppe. Die Familien der nun dort entstehenden Häuser schlagen jetzt einen Namen vor, der bereits auch von Immenser Bürgern in der ersten Beteiligungsrunde im Frühjahr eingereicht wurde: „In den Gärten“ soll mit der dahinterstehenden Geschichte, ein Zeichen für die Offenheit und Hilfsbereitschaft in der Immenser Dorfgemeinschaft setzen. Die alte Hofstelle und der damit verbundene Name „Grotefricke“ soll aber keinesfalls in Vergessenheit geraten - mit einer Informationstafel am Eingang der neuen Straße soll das historische Erbe für Besucher und Einheimische sowohl sichtbar als auch informativ gewürdigt werden.