Eine Glocke für den Sehnder Friedhof

Der Bau des Glockenturm für den Sehnder Friedhof hat begonnen: Mit noch glänzendem Arbeitsgerät haben die ehemalige Fördervereinvorsitzende Siegtraud Elger (von links), Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke und Pastor Uwe Büttner kürzlich den ersten Spatenstich für das Projekt ausgeführt.

Einweihung am Ewigkeitssonntag / Neubau ausschließlich aus Spenden finanziert

Von Thomas Oberdorfer
SEHNDE. Und nun geht alles ganz fix: Vor wenigen Tagen haben die ehemalige Fördervereinvorsitzende Siegtraud Elger, Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke und Pastor Uwe Büttner den ersten Spatenstich für den Bau eines Glockenturms auf dem Sehnder Friedhof gemacht. In zehn Wochen am Ewigkeitssonntag soll die neue Glocke bereits über Sehnde schallen. In der Zeit dazwischen wartet auf die beteiligten Baufirmen ein gutes Stück Arbeit.
Auch wenn der Bau jetzt schnell vonstatten geht, die Vorbereitungen haben umso länger gedauert. Vor allem brauchte es Zeit, um die für das Projekt notwendigen 60.000 Euro als Spenden einzuwerben. Mit dem Verkauf von Glockenblumen fing 2013 alles an. Seitdem hat eine ökumenische Bürgerinitiative rund 54.000 Euro gesammelt. Die Gruppe hofft, die noch fehlenden Gelder in den nächsten Wochen einwerben zu können. Schließlich wird das gesamte Projekt ausschließlich aus Spenden finanziert. Unter anderem hat mittlerweile die evangelische Landeskirche zugesagt, das Projekt finanziell zu unterstützen.
Zurück zum Bau: Die wichtigste Arbeit ist bereits fertig: Im Oktober vergangenen Jahres wurde im hessischen Sinn bei Wetzlar unter tosendem Lärm und gewaltiger Hitze die Glocke für den Sehnder Friedhof aus Bronze gegossen. Ende Oktober oder Anfang November soll sie in den dann fertiggestellten Glockenturm eingehängt werden. Derzeit wird auf dem Friedhof an dem Fundament gearbeitet. 7,5 Qubikmeter Beton sollen dafür sorgen, dass der 8,20 Meter hohe Turm sicher steht und die 300 Kilogramm schwere Glocke nicht nur aufnehmen kann, sondern auch standfest beim Schwingen des Geläuts bleibt.
Bevor die Glocke dann am 25. November erstmals "offiziell" schlagen soll, muss sie vorher noch technisch abgenommen werden. Außerdem prüft ein Sachverständigen der Landeskirche Hannover auch noch ihren Klang.
Der soll dem der Glocke des ehemaligen Bonhöfferhauses gleichen. Diese erklang früher bei Beerdigungen auf dem Sehnder Friedhof. Seit der Endwidmung des Hauses 2012 bleibt sie jedoch stumm. Wünscht derezit eine Trauergemeinde ein Geläut, dann wird die Glocke der Kreuzkirche geschlagen. "Die hört man auf dem Friedhof allerdings nur, wenn der Wind richtig steht", sagt Pastor Uwe Büttner und ist sich sicher, dass man mit der neuen Glocke "Beerdigungen auf dem Sehnder Friedhof einen würdigen Rahmen geben kann."