„Durch die Wüste ins Gelobte Land“

Interessierte können sich am Sonntag, 26. Juli, zwischen 10.00 und 13.00 Uhr zu Fuß oder per Fahrrad auf den Weg machen zwischen der St. Antonius-Kirche in Immensen und der St. Petri-Kirche Steinwedel. (Foto: privat)

„Sommerkirche unterwegs“ mit Wanderschuh und Fahrradhelm

Immensen/Steinwedel (r/bs). Die Kirchengemeinden Hämelerwald, Sievershausen, Arpke, Immensen und Steinwedel feiern im Rahmen der „Sommerkirche 2020 unterwegs“ außergewöhnliche Gottesdienste mit Wanderschuh und Fahrradhelm. An jedem Sonntag zwischen dem 26.7. und 23.8. von 10.00 bis 13.00 Uhr sind jeweils zwei Kirchen Gastgebende, die den Weg zwischen ihren Kirchen gestalten.
Zum Auftakt am Sonntag, 26. Juli, verbindet die "Sommerkirche unterwegs“ die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden im "Lehrter Land". Zwischen 10.00 und 13.00 Uhr können sich alle Interessierten zu Fuß oder per Fahrrad auf den Weg machen zwischen der St. Antonius-Kirche in Immensen und der St. Petri-Kirche Steinwedel.
Thema des Sonntags ist die biblische Erzählung von der Flucht des Volkes Israel aus Ägypten und seiner Wanderung durch die Wüste: Es war ein Weg ins Unbekannte, ein Weg in die Freiheit. Doch wie das mit der Freiheit oft so ist, liegen einige Hindernisse auf dem Weg, bevor Israel im "Gelobten Land" ankommt. 
Diese Route verbindet zwei Dörfer, welche eine gemeinsame Geschichte haben. Früher war Immensen eine Kapellengemeinde von Steinwedel. Erst 1901 wurde die St. Antonius-Gemeinde selbständig. Der „Steinwedeler Kirchweg“ zeugt noch heute von der sechs Kilometer langen Strecke, welche die Immenser früher jeden Sonntag auf sich nahmen, um den Gottesdiensten in der „Mutterkirche“ beizuwohnen.
In beiden Kirchen kann der Weg begonnen und beendet werden. Er führt durch die Feldmark, wo Stationen zu folgenden Themen warten: „Der Tanz um das goldene Kalb“, „Die Zehn Gebote“, „Murren und Manna und „Das Schilfmeer teilt sich“.
Den Weg von Kirche zu Kirche kann man gehen oder radeln, auch die Kirchen selbst sind geöffnet. Auf dem Weg sind Stationen zu einer biblischen Geschichte aufgebaut. Der Weg kann in beiden Richtungen begangen werden. Die jeweils erste bzw. letzte Station ist in bzw. an den beiden Kirchen.
Auf diese Weise wird eine Menschenansammlung vermieden, aber trotzdem Begegnung und Andacht ermöglicht. Damit die Teilnehmenden einander auf dem Weg erkennen, werden an jedem Sonntag Armbänder in einer anderen Farbe verteilt. So wird deutlich: „Wir sind auf demselben Weg!“ und „Wir sind auf dem Weg zueinander!“
Die biblischen Geschichten sind allesamt „Wegegeschichten“. Sie erzählen von Gefahr und Rettung, Flucht und Heimkommen, Streit und Versöhnung. Die Stationen nehmen thematisch auch Ereignisse der Ortsgeschichte auf. Zum Teil sind Akteure des gesellschaftlichen Lebens vor Ort eingebunden. Nach dem Auftakt am 26. Juli folgen am 2.8. Sievershausen und Immensen – Titel: Zwischen Bruderkrieg und Himmelsleiter, am 9.8. Arpke und Hämelerwald – Titel: Verloren und gefunden, am 16.8. Steinwedel und Arpke – Titel: Jona: Kein Weg zu weit und zum Abschluss am 23.8. Hämelerwald und Sievershausen – Titel: Der Weg der Barmherzigkeit.