DRK-HelferInnen aus Lehrte brachten erneut Hilfe nach Rumänien

Das Ausladen der Hilfe in einem Behindertenheim im rumänischen Salaj. Insgesamt hatten die HelferInnen des Lehrter DRK Waren im Wert von 5.000 Euro für die verarmte Bergregion zur Verfügung gestellt. Lebensmittel wurden vor Ort eingekauft. (Foto: DRK Lehrte/Achim Rüter)

Sieben Tage in der verarmten Bergregion Salaj unterwegs

LEHRTE (r/kl). Sieben Tage waren vier Helfer des Lehrter Roten Kreuzes Anfang Oktober im 1.400 Kilometer entfernten Zalau (Rumänien). Seit 19 Jahren besteht die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Rumänischen Roten Kreuz im Distrikt Salaj. Geneinsam mit der Schwestergesellschaft wird dort Elementarhilfe geleistet. Vornehmlich Lebensmittel wurden an Bedürftige verteilt.
"Salaj gehört zu den ärmeren Kreisen im Nordwesten von Rumänien. Wenig Industrie, bergiges Land und viele kleine Dörfer, so kann man die Gegend beschreiben", sagt DRK Pressesprecher Achim Rüter.
Da in einer Woche nicht alle Waren verteilen werden können, übernimmt das örtliche Rote Kreuz die weitere Verteilung. Jedes Lebensmittelpaket muss unter Vorlage des Ausweises quittiert werden. Die Revisionsvorschriften beim Rumänischen Roten Kreuz sind sehr genau.
"Die Lebensmittel kaufen wir seit Jahren vor Ort", beschreibt Helmut Famulla das Vorgehen. Kleidung, Bettwäsche, Gehhilfen und auch Babynahrung und zahlreiche Hygieneartikel wurden von Lehrte nach Rumänien transportiert. "Insgesamt wurden Waren mit einem Wert von mehr als 5.000 Euro zur Verfügung gestellt", beziffert Rüter den Rahmen der Aktion.
Auch vor Ort hat die Aktion des Roten Kreuzes wieder für Aufmerksamkeit gesorgt. Über den Besuch der Delegation bei Zalaus Bürgermeister Radu Capilnasiu berichtete der örtliche Fernsehsender. Am nächsten Tag bei der Verteilung von Lebensmittelpaketen sagte ein Mädchen „ich habe Euch schon im Fernsehen gesehen“.
Erstmals wurde für die Lehrter Bevölkerung über den Transport täglich im Internet berichtet, auf der Seite www.ov-lehrte.drk.de sind die Berichte noch bis Ende Oktober auf der Startseite verfügbar. Danach können interessierte Leser in der Rubrik „unser Ortsverein/Auslandshilfe" alles Wissenswerte finden.
Ebenfalls bis Ende Oktober hat das Rote Kreuz eine kleine Bilderauswahl mit Eindrücken des letzten Transportes in seinem Schaukasten an der Burgdorfer Straße ausgestellt.
Für nächstes Jahr planen die Lehrter Rotkreuzler bereits ihre Aktion zum 20-jährigen Jubiläum der Auslandshilfe. In Niedersachsen gibt es nur wenige Verbände, die in dieser Form über einen so langen Zeitraum kontinuierlich Projekte im Ausland unterstützen.