Dresdner Ost-Märchen in Wort und Musik

Wann? 16.10.2010 19:30 Uhr

Wo? Fachwerkhaus am Stadtpark, Manskestraße 27, 31275 Lehrte DEauf Karte anzeigen
Lehrte: Fachwerkhaus am Stadtpark |

„Das purpurrote Segel“ im Fachwerkhaus

LEHRTE (r/kl). Ein erneutes „Highlight“ präsentiert die Bibliotheksgesellschaft Lehrte am Samstag, 16. Oktober, ab 19.30 Uhr im Fachwerkhaus am Lehrter Stadtpark: Es ist ihr gelungen, die Dresdner Künstler Pakosch und Mögel erneut für eine Veranstaltung nach Lehrte zu holen.
Viele erinnern sich noch an die musikalische Märchenlesung Hans Christian Andersen im März dieses Jahres, die mit so viel Beifall bedacht wurde. Am Samstag werden Christian Mögel (Tasten) und Bernd Pakosch (Stimme und Saiten) im Fachwerkhaus Lehrte nun eine musikalische Lesung „Das purpurrote Segel“ voh Alexander Grin, verwoben mit Liedzitaten von ,,Lift“ bis „Renft“ darbieten.
Der Text von Alexander Grin ist eine wunderbare Geschichte über die Macht des Wünschens - ein Märchen aus tausendundeiner Hoffnung: Das Mädchen Assol wächst an einer rauen Meeresküste wie eine fremdartige Blume unter Fischern auf.
Eines Tages verkündet ihr ein wandernder Märchenerzähler: „Ein weißes Schiff unter riesigen leuchtenden Purpursegeln wird die Wellen durchschneiden und geradewegs auf dich zukommen“. An Bord sei ein Prinz …
Die Textpassagen dieses Märchens verbinden die beiden Musiker mit Liedern der Gruppen „Lift“, „Karat“, „Reform“, „Silly“, „Renft“ und anderen aus der ehemaligen DDR.
Viele dieser Stücke haben auch Eingang in unsere Musikszene gefunden und dürften den ZuhörerInnen bekannt vorkommen.
Alexander Grin, der Autor des Märchens, wurde 1880 in der Familie eines polnischen adligen Revolutionärs in sibirischer Verbannung geboren. Sein Lebensweg zeigt ebensolche Brüche auf, bis er 1912 nach Petersburg kommt und, von Maxim Gorki gefördert, Schriftsteller wird. Die romantische Welt Grins ist erfüllt von den Tragödien des menschlichen Herzens.
Er stirbt 1932 in tiefster Not, einsam und krank. Alexander Grin zählt zu den originellsten Vertretern der frühen Sowjetliteratur.
Diese musikalische Lesung ist im übrigen einer der wiederkehrenden Höhepunkte der 1001-Märchenbühne der Yenidze Dresden.