Diesel läuft nach Unfall aus

Provisorischer Damm zur Begrenzung des Umweltschadens. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Lehrte)

Feuerwehr verhindert Umweltschaden

Lehrte (r/gg). Um 18.19 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr am Dienstag zur die Mielestraße alarmiert. Dort war ein Schwerlaster aus ungeklärter Ursache in einen Graben gefahren.
Ersten Meldungen zufolge sollte der Fahrer in seinem Führerhaus eingeschlossen und leicht verletzt sein. Zwei Feuerwehrmänner, die gerade in einem Einsatzfahrzeug zwecks Ausbildungsfahrt unterwegs waren, kamen kurze Zeit später an der Einsatzstelle vorbei und meldeten, dass der Fahrer bereits befreit und vom Rettungsdienst versorgt wurde.
Der Schwerlaster war direkt hinter einer Brücke nach recht von der Fahrbahn abgekommen, hatte ein großes Verkehrsschild umgekippt und ist auf der Seite liegend im Graben zum Stehen gekommen. Der Auflieger hing im hinteren Bereich in der Luft.
Ebenfalls bereits an der Einsatzstelle befand sich eine lokale Bergungsfirma, die die Lage soweit erkundet hatte. Demnach gab es ein Leck am Tank, Dieselkraftstoff floss aus. Die weitere Erkundung ergab, dass der Diesel in einen Entwässerungskanal lief, und dieser wenige Meter weiter in die Aue mündet.
Da der Diesel nicht zugänglich unter dem Fahrzeug auslief, wurde zunächst ein provisorischer Damm errichtet. Mittels Öl-Bindemittelsäcken, Steinen und Erde könnte die Fließgeschwindigkeit verringert werden. So wurde Zeit gewonnen um Fluss abwärts eine Öl-Sperre zu setzen. Dadurch konnte der treibende Kraftstoff mittels Bindemittel gebunden und abgeschöpft werden.
Die Öl-Sperre wurde nach Abstimmung mit der Wasserbehörde von weiteren Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr in Höhe der Aue Brücke bei Steinwedel gesetzt.
Der restliche sich noch im leckgeschlagenen Tank befindliche Kraftstoff wurde durch die Feuerwehr abgepumpt und die Einsatzstelle der Polizei übergeben. Im Einsatz war die Ortsfeuerwehr Lehrte mit sechs Fahrzeugen und 28 Einsatzkräften, der Rettungsdienst, die Polizei und Mitarbeiter der Wasserbehörde - so der Bericht von Feuerwehr-Sprecher Stephan Keil.