Die Wohnungsbau Lehrte stößt in eine neue Dimension des städtischen Wohnens vor

Technischer Leiter Daniel Koch (v.l.), Architekt Claus Schulze, Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Sidortschuk und Geschäftsführer Frank Wersebe von der Lehrter Wohnungsbau beim Einmauern der Metallhülse mit Zeitung und Münzen i den symbolischen Grundstein des "Quartier 16". (Foto: Walter Klinger)
Lehrte: Wohnbauprojekt Quartier 16 |

Starker Applaus der Politiker bei der "Quartier 16"-Grundsteinlegung

LEHRTE (kl). Kann ein Bauprojekt versöhnen? Aber ja, wenn es nur einzigartig genug ist, um eine schmerzliche gerissene Lücke in einen Zugewinn an Leben für die City zu verwandeln, wie jetzt der erleichterte Beifall von zahlreichen Lehrter Kommunalpolitikern bei der Grundsteinlegung für das "Quartier 16" an der Schlesischen Straße bewies.
Für einen vergleichbaren innenstadtnahen Baugrund müsste man sich schon sehr weit umsehen, waren sich Bürgermeister Klaus Sidortschuk, in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratvorsitzender, und Geschäftsführer Frank Wersebe vom Bauherrn, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, in ihren Ansprachen einig.
Beide standen dabei tief in der bereits mit Fundament versehenen Baugrube, denn die künftigen Wohnbauten, die L-förmig einen großen Innenhof mit lichten Durchgängen umschließen, werden mit einer Tiefgarage unterlegt. Dies war - neben der besonderen energetischen Gestaltung - einer der Sonderwünsche des Stadtrates für die Nachbebauung, von der deshalb mehrere Privatinvestoren absprangen.
Auch ein Umbau des Gebäudes der ehemaligen Fachgymnasien der Berufsbildenden Schulen - von der Region deshalb (gegen den Protest der bis zuletzt ahnungslosen Lehrter Politik) in einen Neubau nach Burgdorf verlegt - wäre laut Sidortschuk zu teuer geworden.
So obliegt es nun der Lehrter Wohnungsbau und ihrem Technischen Leiter Daniel Koch, auf diesem nicht einfachen Baugrund als "Paradebeispiel für modernes und zentrumsnahes Wohnen" mit dem "Quartier 18" der City "viel neues, gutes Leben einzuhauchen" (Sidortschuk). Die Ansprüche "Qualität" und "Fertigstellung 2016" bilden, wie Geschäftsführer Frank Wesebe erinnerte, den Namen "Quartier 16".
Das Konzept von Architekt Claus Schulze überzeugt: Die Vorfreude auf die 46 barrierefreien und mit Balkon versehenen Wohnungen mit hohem Komfort für Jung und Alt in Zwei- und Vier-Zimmer-Wohnungen ist groß: Nur für vier von ihnen ist noch kein Mietvertrag geschlossen, wie Wersebe berichtete.
Nicht nur im modernen, zentral gelegenen Wohnstandard stößt die Wohnungsbau (bislang 1.000 Mieteinheiten) mit dem 16 Millionen teuren Projekt in eine neue Dimension vor. Es macht auch ein Viertel der derzeitigen Bilanzsumme aus.
Exakt zur gleichen Zeit der "Q16"-Grundsteinlegung gab es fast in Sichtweite einen weiteren "historischen" Moment: Die ebenfalls von Frank Wersebe und Daniel Koch geleitete Parkhausgesellschaft stieß beim Parkhausneubau bereits zur 5. und vorletzten Etage vor. Bleibt das Wetter gut, ist dieses 6,8 Millionen teure weitere Vorzeigevorhaben noch in diesem Jahr unter Dach . . .