Die Immenser zeigen das sie mit der Zeit gehen

Zwei glänzende neue Uhren zieren die St. Antonius Kirche zu Immensen an der Arpker Straße je an der Ost- und Westseite ihres Turmes. Möglich wurde dies durch den Förderverein der St. Antonius Kirchengemeinde. Wolfram Blaut (re.) von den Herforter Elektro Motorenwerken (HEW) und Reinhard Rabe, Kirchenvorsteher und 1. Vorsitzender des Fördervereins, freuen sich über das glänzende Ergebnis. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)

Zwei neue Kirchurmuhren zieren die St. Antonius Kirche

LEHRTE/IMMENSEN (dik). Die beiden Kirchturmuhren der evangelisch-lutherischen St. Antonius Kirche zu Immensen an der Arpker Straße 10 konnten mit der Zeit nicht mehr richtig Schritt halten. Die Zeiger der Uhren, von denen eine an der Ost- und eine am Westseite des Turmes angebracht sind, waren verblasst, so dass ein Ablesen der Zeit kaum noch möglich war. Darüber hinaus blieben die Uhren, als Folge eines marode gewordenen Antriebes, der dazwischen angebracht war, häufiger stehen.
Aus diesem Grund entschloss sich der Förderverein der St. Antonius-Kirchengemeinde im Januar diesen Jahres, die Uhr zu erneuern und spendete hierfür 3.000 Euro. Die weitere Summe wird mit Spendengeldern finanziert. „Inzwischen betragen die Kosten leider weit mehr als erwartet. Wir rechnen mit einem Betrag von 6.300 Euro, denn die Uhren konnten nicht mehr repariert werden und mussten komplett ersetzt werden, erklärte jetzt der Kirchenvorsteher und 1. Vorsitzende des Fördervereins, Reinhard Rabe.
Er rechnet damit, dass die Gesamtkosten sich auf mehr als 8.000 Euro belaufen werden. „Die Kosten für den Hubwagen und dessen Zubehör, mit dem die Uhren auf den Turm hinauf befördert wurden, sowie zwei neue Antriebe, die jetzt jeweils eine Uhr steuern, konnten nicht geringer gehalten werden. Zuvor gab es zwischen den Uhren nur einen einzigen Antrieb und der stammt vermutlich bereits aus dem Jahr 1883.“
Die Kosten und Mühen haben sich beim Anblick der neuen Kirchturmuhren bereits gelohnt: Sie glänzen jetzt in Kupfer und Blattgold auf einem schwarz lackierten Metallgehäuse und ihr neuer Antrieb, der von einer Funkuhr im inneren der Kirche gesteuert wird, sorgt dafür, dass sie jetzt wieder richtig ticken.
Nach dem Sonntagsgottesdienst wurden die Zeitmesser bei einem „Uhrenfest“ mit einem einem kleinen Umtrunk eingeweiht.
Damit die Uhren nicht nur am Tag leuchten, sondern auch bei Nacht und in der dunkleren Jahreszeit, will der Förderverein die Uhren jetzt auch mit Hilfe von LED-Leuchten in Szene setzen. Dabei sollen zudem die Stromleitungen im Inneren des Turmes erneuert werden. Reinhard Rabe zeigt sich sehr erfreut darüber, dass viele private Spender sich finanziell am Uhrenprojekt beteiligten und auch für die Beleuchtung einige Kosten übernehmen.