„Die coole, neue Schulleiterin“

Schuldezernent Oliver Brandt übergibt Christiane Nustede die Ernennungsurkunde für die Leitung der Albert-Schweitzer-Schule. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Christiane Nustede führt die Albert-Schweitzer-Schule

LEHRTE (gg). Christiane Nustede ist neue Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Grundschule. Nachdem sie bereits seit Schuljahresbeginn ihre Arbeit aufgenommen hat, wurde die Ernennung nun in einer kleinen Feierstunde offiziell. Einen musikalischen Beitrag leistete der Schulchor unter der Leitung von Wiebke Delventhal. Unter den geladenen Gästen waren Bürgermeister Frank Prüße, die Schulleiter der Lehrter Schulen, Vertreter des Schulelternrats, des Fördervereins, Kollegen und frühere Wegbegleiter. Oliver Brandt, Dezernatsleiter im Kultusministerium, überreichte die Urkunde, wünschte gutes Gelingen. Seinen Respekt drückte er zum Lebenslauf der 41-jährigen Wahl-Lehrterin, Mutter von drei Kindern, aus. Begonnen hat Christiane Nustede ihren beruflichen Weg nicht als Pädagogin. „Sie ist examinierte Kinderkrankenschwester, ist immer dorthin gegangen, wo Hilfe nötig war“, sagte Oliver Brandt. Hinzu kam die Ausbildung der Pflegeschüler. Sie hat parallel zum Dienst an der Leibniz Universität Hannover Sonderpädagogik studiert, hat das Studienseminar Lehrerausbildung absolviert. „Mit der Note 1,1 abzuschließen ist etwas ganz Besonderes“, hob Oliver Brandt hervor.
„Eine steile Karriere, die sich sehen lassen kann“, merkte Bürgermeister Frank Prüße in seinen Grußworten an. Gerne nahm er das Zitat der Grundschüler auf, dass die Lehrerinnen in den Klassen gehört haben. Auf die Frage „Wie findet ihr die neue Schlulleiterin“ war eine Antwort der Schüler „Die ist cool“. Als ausdrücklich positiv benannte Frank Prüße den Quereinsteiger-Weg, schließlich sei wertvolle Lebenserfahrung damit kombiniert. „Ungerade Lernwege können gelingen“, sagt Christiane Nustede im Gespräch mit dem Marktspiegel. Ihr Ziel sei es, Inklusion und den Regelschulbetrieb zu vereinen. Gleichermaßen wegweisend und beispielgebend sei die Tatsache, dass sie eine der Ersten in Niedersachsen sei, die als Sonderpädagogin eine Schulleitung übernehmen dürfe. Selber zu unterrichten werde ihr wichtig bleiben. Dass die Ausgewogenheit der Aufgaben in der Schulleitung jetzt schon gelingt, bestätigte Konrektorin Trude Schumann. Nach der Verabschiedung der Vorgängerin Beate Forgber in den Ruhestand im vorigen Sommer, sei die Fortführung der Schulleitung gelungen. In Christiane Nustedes freundlicher und partnerschaftlicher Art sei schon einiges zum Wohl des Kollegiums positiv verändert worden. Die Neustrukturierung des Ganztagsbereichs werden sicherlich ein längeres Unterfangen.