Die Ära der DRK-Betreuung des Ärzte-Notdienstes Lehrte/Sehnde ist beendet

Dr. Thomas Fleige, Koordinator für den Kassenärztlichen Notdienst, beendete die Ära des Kassenärztlichen Notdienstes im DRK-Haus Lehrte formal durch den Abbau des Türschildes. (Foto: DRK Lehrte/van Tongeren)

„DRK-Lotsen“ leisteten in 27 Jahren 109.000 ehrenamtliche Dienststunden

LEHRTE/SEHNDE (r/kl). Die Jahrzehnte lange Zusammenarbeit zwischen den niedergelassenen Ärzten in Lehrte/Sehnde und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Lehrte wurde Anfang Februar einvernehmlich beendet.
Aufgrund einer Vorgabe der Kassenärztlichen Vereinigung steht (wie bereits berichtet) den Bürgerinnen und Bürgern im vergrößerten Bereitschaftsdienstbezirk Lehrte, Sehnde, Burgdorf und Uetze nunmehr im Klinikum Lehrte eine Bereitschaftsdienstpraxis zur Verfügung, die zu bestimmten Zeiten geöffnet ist, wenn die Praxen der niedergelassenen Ärzte üblicherweise geschlossen sind.
Der Kassenärztliche Notdienst im DRK-Haus in der Lehrter Ringstraße war 27 Jahre lang eine Garantie für die hausärztliche Versorgung erkrankter Menschen am Mittwoch, an den Wochenenden und Feiertagen. Im DRK-Haus wurden die Hausbesuche der Ärzte koordiniert und gelegentlich auch ambulante Patienten versorgt.
Zum 1. Januar 1984 gründeten die in Lehrte und Sehnde niedergelassenen Ärzte einen Kassenärztlichen Notdienst. Für den hausärztlichen (Wochenend-)Notdienst
wurden Räume im DRK-Haus angemietet und die Telefonzentrale vom DRK Lehrte
organisiert.
Als Kassenärztlicher Notdienst für den Bereich Lehrte/Sehnde im
DRK-Haus in der Ringstraße 9 war die Einrichtung vielen Bürgern bekannt. 52
Wochenenden im Jahr und an allen Feiertagen, seit Ende der 80er Jahre auch
jeden Mittwoch, haben Helfer des Roten Kreuzes die Telefonzentrale besetzt;
zum Teil wurde darüber hinaus gemeinsam mit dem DRK-Rettungsdienst auch ein
Fahrdienst für die diensthabenden Ärzte organisiert.
In diesen 27 Jahren wurden durch die Ehrenamtlichen etwa 109.000 Stunden Dienst
geleistet, um die Lehrter und Sehnder Bevölkerung ärztlich nach Praxisschluss
zu betreuen.
Zahlreiche Helfer sind von der ersten Stunde an dabei geblieben und haben
regelmäßig den Telefondienst versehen.