DGB-Aktion in Lehrte und Hotline zum Mindestlohn-Gesetz

Die Gewerkschafte Reinhard Nold (vorn, v.l.) und Martina Buchheim sowie Klaus Steinhaus (hinten, v.l.), Dirk Kühn, Rüdiger Biallas und Brigitte Steinhaus wollen die Infobroschüren zum Mindestlohn am Donnerstag am Lehrter Bahnhof verteilen. Die auf dem Bild abgebildeten Gewerkschafter werden die Broschüre verteilen (Foto: DGB Lehrte)
Lehrte: Bahnhof Lehrte |

Broschüre wird Donnerstag am Lehrter Bahnhof vereilt

LEHRTE (r/kl). Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde gilt seit dem 1. Januar dieses Jahres bundesweit. „Jetzt heißt es: Dran bleiben. Der Mindestlohn muss wirksam umgesetzt und kontrolliert werden, Schlupflöcher und Ausnahmen darf es nicht geben“,erläutert der örtliche DGB-Vorsitzende Reinhard Nold das Motto für die Informationskampagne des DGB zum Mindestlohnstart.
In Lehrte werden die Gewerkschafter am Donnerstag, 12. Januar, in den Morgenstunden eine Pendleraktion am Bahnhof durchführen und die DGB-Broschüre „Was bedeutet der Mindestlohn für mich?“ verteilen.
Die Broschüre gibt Orientierung und Antworten auf viele Fragen zum Mindestlohn-Gesetz, so zum Beispiel: Sind Sie von den Mindestlohn-Ausnahmen betroffen? Gibt es den Mindestlohn auch für einen Minijob oder ein Ehrenamt?
Was tun, wenn der Chef trotz des Gesetzes den Mindestlohn nicht zahlen will? Werden Trinkgelder oder Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf den Mindestlohn angerechnet?
Wer am 12. Januar nicht am Bahnhof ist, kann sich die Broschüre auch per Mail: DGB-Lehrte@web.de zusenden lassen.
Fragen zum Mindestlohn beantwortet darüber hinaus ab Januar die Mindestlohn-Hotline der Gewerkschaften. Unter Telefon (0391) 4 08 80 03 können Betroffene sich unverbindlich, auch auf Türkisch, Polnisch, Bulgarisch und in anderen osteuropäischen Sprachen, beraten lassen. Beschäftigte können Verstöße gegen das Gesetz melden.
Falls individuelle Unterstützung erforderlich ist, werden Ratsuchende an die zuständige Gewerkschaft vermittelt, die allerdings nur für Gewerkschaftsmitglieder umfassenden Rechtsschutz übernehmen. Erreichbar ist die Mindestlohn-Hotline bis zum 31. März von Montag bis Freitag jeweils von 7.00 bis 20.00 Uhr und am Samstag jeweils von 9.00 bis 16.00 Uhr.
Reinhard Nold ist überzeugt, dass der gesetzliche Mindestlohn zu mehr Gerechtigkeit führen wird. „Auch die Akzeptanz bei den Unternehmen wird zunehmen, wenn sie sicher sein können, dass der Mindestlohn auch von der Konkurrenz bezahlt wird“, sagt Nold. Wichtig sei allerdings eine wirksame Überwachung.