Der Lehrter Wasserturm wird baulich saniert

Erlebt den Frühlingsbeginn im Gerüst-Anzug: Der uir baulichen Sanierung anstehende Lehrter Wasserturm. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)

Stadtwerke investieren 230.000 Euro ins Lehrter Wahrzeichen

LEHRTE (r/kl). Für seine bauliche Sanierung präsentiert sich das Wahrzeichen der Stadt Lehrte, der Wasserturm am Stadtpark, derzeit bis zur Spitze eingerüstet. Die die von einem Gutachter dringend empfohlenen Bauarbeiten werden drei Monate dauern und die Stadtwerke Lehrte mehr als 230.000 Euro kosten.
Das Alter von 99 Jahren hat am Wasserturm in der Germaniastraße seine Spuren hinterlassen. Von weitem fällt es noch nicht so auf, aber bei näherer Betrachtung ist deutlich zu sehen, dass an dem Klinkermauerwerk oberhalb des Sockels erhebliche Schäden und Erosionserscheinungen an Mauersteinen und Fugen zu verzeichnen sind. Auch sind von nahem Risse zu erkennen, die sich über mehrere Meter an verschiedenen Stellen durch das Mauerwerk ziehen.
Insbesondere die im oberen Bereich stark bröckelnden und verwitterten Klinkerfugen führen dazu, dass auf der Wetterseite des Wasserturms Feuchtigkeit aus Niederschlägen bis in die Innenwandflächen dringt und dort ebenfalls das Mauerwerk schädigt.
Aus diesem Grunde haben die Stadtwerke als Eigentümer des Wasserturms in Abstimmung mit der unteren Denkmalsschutzbehörde der Stadt Lehrte im vergangenen Jahr ein Gutachten von einem Bausachverständigen über den baulichen Zustand des Wasserturms anfertigen lassen. Aus dem Gutachten geht hervor, welche Schäden das Bauwerk aufweist und welche Sanierungsarbeiten notwendig sind.
Eine schnellstmögliche Sanierung ist dringend empfehlenswert, da sonst die Bauwerksschäden durch die eindringende Feuchtigkeit mit fortschreitender Zeit rapide zunehmen und der Sanierungsaufwand schnell ins Uferlose wachsen kann.
Deshalb haben sich die Stadtwerke Lehrte entschlossen noch in diesem Jahr die notwendigen Instandsetzungsarbeiten ausführen zu lassen. Die Kosten für die Fassadensanierung sind mit rund 171.000 Euro veranschlagt.
Zusammen mit Dacherneuerungen und Baunebenleistungen einschließlich Architektenhonorar wird derzeit mit Gesamtkosten von rund 230.000 Euro gerechnet. „Bei der Sanierung von alten Gebäuden muss man immer mit Überraschungen rechnen,“ weiß Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Eberth.
Da der obere Teil des Wasserturms von außen erst nach dessen kompletter Einrüstung zugänglich ist, kann es sein, dass nach genauer Begutachtung noch weiterer Sanierungsbedarf festgestellt wird. Insofern sind die bisher veranschlagten Kosten als vorläufige Kosten anzusehen.
Die Sanierungsarbeiten werden vom Architekturbüro Helmut Schmidt aus Lehrte geplant, geleitet und überwacht. Die Denkmalschutzbehörde hat die Baugenehmigung erteilt.
Nach einer Ausschreibung erhielt die Baufirma Schaper Fassaden GmbH aus 29339 Wathlingen den Zuschlag für die Bauarbeiten. Die Firma Schaper Fassaden GmbH ist auf die Sanierung von Fassaden historischer Gebäude spezialisiert.