Defizite drücken im Hintergrund

Steffen Krach (von links), Thordies Hanisch und Helga Laube-Hoffmann im Gespräch. (Foto: SPD-Büro)

KRH-Standort Lehrte ist Gesprächsthema

Lehrte (r/gg). Auf Initiative von Thordies Hanisch, SPD-Landtagsabgeordnete im hiesigen Wahlkreis, gab es zum Thema "KRH-Neubau Lehrte" ein Gespräch mit dem geschäftsführenden KRH-Direktor Ronald Gudath (zuständig für Lehrte, Laatzen und Burgwedel), Regionspräsident Steffen Krach und der Regionsabgeordneten Helga Laube-Hoffmann. Für den Aus- und Umbau der Lehrter Klinik hatte die Regionsversammlung schon 1,5 Millionen Euro, plus Aufschlag von 221.000 Euro, nur für die Planung freigegeben.
Thordies Hanisch dazu: „Es freut mich zu hören, dass die Vorentwurfsplanungen nahezu abgeschlossen sind. Nun folgt die Entwurfsplanung, die ihren Abschluss hoffentlich in diesem Jahr findet." Die späteren Bau-Kosten werden vermutlich bei 17 Millionen Euro liegen und wurden von der Regionsversammlung bereits im Jahr 2019 zugesagt. Es sei richtig, so die Landtagsabgeordnete Kapazitäten im Gesundheitssystem vorzuhalten - insbesondere mit Blick auf die alternde Gesellschaft und den Bevölkerungszuwachs.
Regionspräsident Steffen Krach sieht alle Klinik-Standorte des KRH als wichtig an. Natürlich müsse das Gesamtdefizit analysiert werden, dabei werde aber untersucht werden müssen, welches Defizit welche Ursache hat und inwiefern die Verschuldung auf die Struktur des KRH, die Belastung aus der Pandemie oder die allgemeine knappe Vergütung der Leistungen zurückgeht. Daraus würden sich die Lösungsansätze ergeben.
Helga Laube-Hoffmann betonte, wie wichtig die wohnortnahe medizinische Versorgung für die Menschen in Lehrte und Umgebung ist. Auf ihre Nachfrage konnte KRH Direktor Gudath von positiven Entwicklungen beim Personalstand berichten und dass trotz der derzeitig schwierigen Begleitumstände durch die Pandemie Pflegepersonal hinzugewonnen werden konnte. Im Februar hätten zudem zwei Ärzte ihre Prüfung als geriatrische Fachärzte abgeschlossen. Thordies Hanisch erklärt: „Im Aufsichtsrat des KRH Region Hannover stehen im Februar und März bedeutende Sitzungen an, ich hoffe sehr, dass der Standort Lehrte weiterhin positiv begleitet wird. Für mich steht fest, dass ich mich im Land wie bisher für die Krankenhausversorgung stark mache. Wir können uns glücklich schätzen, einen öffentlichen und verlässlichen Träger für unsere Kliniken in der Region zu haben. Gerade die anstehende Defizit-Analyse des KRH Region Hannover ist wichtig, um aufzuzeigen wo das Land und wo der Bund die Finanzierung im Gesundheitssystem weiterentwickeln muss.“
Zum Hintergrund: Erst vor wenigen Tagen hatte die Regionsverwaltung zur Wirtschaftlichkeit der KRH-Kliniken informiert. Demnach sei mit einem Minus im zweistelligen Millionen-Bereich zu rechnen, auch weil in Corona-Zeiten freie Kapazitäten die Einnahmen drücken.