"Das Provisorium"

Werke von Götz Bergmann sind in der neuen Austellung in der Städtischen Galerie zu sehen. (Foto: Stadt Lehrte)

Vernissage am Freitag, am 29. März

LEHRTE (r/gg). Zwei Künstler aus Hannover, die unabhängig voneinander arbeiten, präsentieren erstmalig ihre Werke gemeinsam in einer Ausstellung. "Dabei werden Resonanzen, Korrespondenzen und ein spielerischer Austausch zweier eigenständiger künstlerischer Positionen sichtbar", so die Mitteilung der Stadtverwaltung, die für Freitag, 29. März, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie, Alte Schlosserei 1, zur Vernissage um 19 Uhr einlädt. Bürgermeister Klaus Sidortschuk wird begrüßen, Julienne Franke von der Städtischen Galerie wird in das Werk einführen.
Die Objekte von Götz Bergmann bestehen aus Vorgefundenem und Selbstgebautem und halten die Balance zwischen Provisorium und technischer Perfektion. Der Einsatz kleiner Motoren setzt die Objekte zum Teil in Bewegung, Schrift und Geräusche eröffnen weitere Ebenen der Wahrnehmung. Ergänzend werden Zeichnungen und eine raumbezogene Projektion gezeigt.
Kai Wetzel arbeitet mit verschiedenen Mitteln, fotografisch, in Form von Objekten und mit Sprache. Seine Arbeiten zeigen eine Tendenz zur Reduktion, teils inspiriert von japanischen Formen. Die Verbindung von Desperatem, das Aufspüren von eher Nebensächlichem, die Arbeit mit Alltagsmaterialien in ungewöhnlicher Kombination prägen sein Werk. Doch nie fehlt es an Poesie in seiner Arbeit.
In der Zusammenschau der Werke beider Künstler werden zwischen Poesie und Lakonie, Verspieltheit und Sprödigkeit nicht nur unterschiedliche Sichtweisen deutlich, sondern Abweichungen und Randzonen in den Blick gerückt. Absurdes wie Anrührendes zeugen von durchaus komplexen Themen, die pathosfrei präsentiert werden.
Der aus Dortmund stammende Götz Bergmann und der in Hannover geborene Kai Wetzel haben beide an der FH Hannover Freie Kunst studiert.
Die Ausstellung wird bis zum 16. Juni zu sehen sein. Die Öffnungszeiten sind Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.