Dachstuhlbrand am Ostermontag

Nach dem Löschen ist das Ausmaß des Brandschadens am Oderweg in Immensen zu erahnen. (Foto: Feuerwehr Lehrte)

Feuerwehr löscht Holzhaus am Oderweg

IMMENSEN (r/gg). Am Ostermontag wurden die Ortsfeuerwehren Immensen und Lehrte um 16.52 Uhr zu einem Dachstuhlbrand am Oderweg alarmiert. Ein Nachbar hatte den 54-jährigen Hauseigentümer auf das brennende Dach aufmerksam gemacht. Er wählte den Notruf und warnte seine im Haus befindliche Frau. Beide brachten sich in Sicherheit nach draußen.
Bei der Ankunft der ersten Brandbekämpfer bestätigte sich die Lage. Personen befanden sich nicht mehr im Gebäude. Nach einer ersten Erkundung durch die Einsatzleitung wurde umgehend mit der Brandbekämpfung begonnen und parallel die Alarmstufe erhöht und somit die Ortsfeuerwehren Hämelerwald, samt zweiter Drehleiter, sowie die Einsatzleitung der Stadtfeuerwehr alarmiert. Eine Besonderheit stellte die Lage des Objektes für die Einsatzkräfte dar. Zwar konnte ein Löschangriff zusätzlich über beide Drehleitern realisiert werden, jedoch stellte die schmale Straße und ein auf dem Grundstück befindlicher höherer Baum eine Herausforderung dar. Über die Körbe der beiden Drehleitern aus Lehrte und Hämelerwald konnte dann, unterstützt durch den parallelen Innen- als auch Außenangriff, ein rascher Löscherfolg erzielt werden. Die ebenfalls alarmierten Spezialkräfte für Absturzsicherung unterstützten dann das Öffnen der Dachhaut. Die spezialisierten Einsatzkräfte konnten somit gesichert das Dach nach und nach öffnen und das darunter befindliche Feuer ablöschen. Erstmalig zum Einsatz kam auch die Feuerwehreigene Drohne. Durch die adaptierbare Wärmebildkamera ließen sich aus der Vogelperspektive relevante Aufnahmen erstellen, um Glutnester noch schneller identifizieren zu können. Die Auswertung der Bilder erfolgt hierbei dann durch die Einsatzleitung. Im weiteren Verlauf der Löscharbeiten wurden zudem die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Arpke alarmiert, um die anschließende Nachlöscharbeiten sicherzustellen.
Insgesamt wurden 24 Trupps unter Atemschutz eingesetzt. 73 Feuerwehrkräfte der Feuerwehr waren mit elf Fahrzeugen im Einsatz. Vor Ort war zudem ein Notarzt, zwei Rettungswagen sowie die Polizei. Der Einsatz konnte dann gegen 22.30 Uhr beendet werden. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben; die Eigentümer haben Unterkunft im Freundeskreis gefunden - so der Bericht von Feuerwehr-Sprecher Benjamin Rüger. Noch am Montagabend hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Beamten gehen davon aus, dass ein Defekt am Schornstein das Feuer verursacht hat. Den entstandenen Sachschaden schätzen sie auf 500.000 Euro.
Während der Löscharbeiten ereignete sich gegen 18 Uhr eine Unfallflucht von zwei Fahrradfahrern. Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr wurde umgeparkt. Währenddessen kamen die Radfahrer entgegen, die von der Straße Weidekamp auf den Oderweg abbogen. Um eine Kollision zu verhindern, wich der Feuerwehr-Fahrer nach rechts aus und prallte mit dem Wagen gegen einen Gartenzaun. Die beiden etwa 16 bis 22 Jahre alten Fahrradfahrer hielten nicht an, sondern entfernten sich unerlaubt vom Unfallort.
Zeugen, die Hinweise zur Unfallflucht geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05132 8270 im Polizeikommissariat Lehrte zu melden.