Busverkehr und RegioBus-Jobs im Umland bis 2019 gesichert

RegioBus-Geschäftsführer Georg Martensen, Regionspräsident Hauke Jagau, RegioBus-Betriebsratsvorsitzender Rainer Weber und Renate Michael, Vertreterin der Gewerkschaft ver.di, bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages (v.l.). (Foto: RegioBus)

Region und RegioBus unterzeichnen Partnerschaftsvertrag

REGION HANNOVER (r/kl). Regionspräsident Hauke Jagau, der Geschäftsführer der RegioBus Hannover GmbH, Dr. Georg Martensen, der Betriebsratsvorsitzende des Unternehmens, Rainer Weber sowie die Vertreterin der Gewerkschaft ver.di, Renate Michael, haben am vergangenen Dienstag einen Partnerschaftsvertrag unterschrieben. Damit wird der Busverkehr im Umland Hannovers und auch in Teilen der Landeshauptstadt weiterhin von der RegioBus Hannover GmbH durchgeführt.
Der Partnerschaftsvertrag schafft die Voraussetzungen für eine langfristige Zusammenarbeit. Er tritt rückwirkend zum 1. Januar 2010 in Kraft und wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Er ist erstmalig ab Ende 2015 mit einer Frist von fünf Jahren kündbar.
„Von dem Vertragswerk profitieren alle Beteiligten“, freute sich Regionspräsident Hauke Jagau: „Die Vereinbarung stellt auf Dauer ein qualitativ hochwertiges Angebot im regionalen Linienbusbetrieb sicher und entlastet gleichzeitig die Region Hannover finanziell.“
Vorrangige Ziele des Partnerschaftsvertrages sind:
– Entlastung des Regionshaushaltes ab 2015 mit jeweils jährlichen Einsparungen in Höhe von rund einer halben Million Euro.
– Einhaltung beziehungsweise Erfüllung von Qualitätskriterien wie Pünktlichkeit, Sauberkeit und Sicherheit sowie insbesondere der Kundenzufriedenheit.
– Nachhaltige Entwicklung der RegioBus zu einem Verkehrsunternehmen mit marktgerechten Kostenstrukturen.
Zur Erreichung dieser Ziele werden drei Kriterien als maßgeblich angesehen. Zum einen muss die RegioBus ihren Wirtschaftsplan einhalten. Zum anderen werden regelmäßige Kundenzufriedenheitsuntersuchungen durchgeführt und schließlich wird das Unternehmen per Vergleichsuntersuchungen auf seine Wettbewerbsfähigkeit hin überprüft.
In der Vergangenheit hatte die RegioBus bereits das von der EU geforderte Kriterium eines „durchschnittlich gut geführten Unternehmens“ erreicht und bei den Vergleichswerten sogar etwas besser abgeschnitten. „Wir wollen zeigen, dass wir die Kostensätze noch weiter senken können“, sagte Geschäftsführer Dr. Georg Martensen. „Ziel ist, spätestens im Geschäftsjahr 2015 besser zu sein, als der Branchenschnitt.“
Mit dem Partnerschaftsvertrag einher geht eine Regelung zur Beschäftigungssicherung im Unternehmen. Eine der Grundlagen der Übereinkunft ist der weiter geltende „Tarifvertrag für die Bediensteten der nicht bundeseigenen Eisenbahnen und von Kraftverkehrsbetrieben“.
Die Region stimmt der Anwendung dieses Tarifvertrages durch die RegioBus zu. Betriebsbedingte Kündigungen sind zunächst bis Ende 2019 somit ausgeschlossen. Dies gilt für alle aktuellen, aber auch für alle zukünftigen Mitarbeiter des Unternehmens.
„Wir sind bereits jetzt gut aufgestellt“, unterstreicht RegioBus-Geschäftsführer Dr. Georg Martensen. „Mit dem Partnerschaftsvertrag zwischen Region und RegioBus erfolgt nun der nächste Schritt, um die Existenz des Unternehmens auch in den folgenden zehn Jahren zu sichern. Weitere Wirtschaftlichkeitsreserven, die wir in den nächsten Jahren heben können, werden wir zudem auf wichtige Handlungsfelder für die weitere Zukunft unseres Unternehmens lenken.“