Brandgefahr in Sommerdürre verdeutlicht

Das durch die Grillkohle entstandene Feuer wird sofort von Einsatzkräften aus Aligse gelöscht. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Lehrte)

Dreharbeiten zur Feuerwehr-Imagekampagne

LEHRTE (r/gg). Am Freitag hatten die vier Ortsfeuerwehren Aligse, Kolshorn, Steinwedel und Röddensen einen besonderen Einsatz zu absolvieren. Als Brandsicherheitswache und auch als Statisten waren sie in einem Filmprojekt des Landes Niedersachsen eingebunden. Die lange anhaltende Trockenheit und die in jüngerer Zeit verstärkt vorkommenden Feld-, Wald- und Flächenbrände haben Brandrat Martin Voß, Leiter des AfBK (Amt für Brand und Katastrophenschutz Hannover) im Rahmen der Imagekampagne "Ja, zur Feuerwehr" den Anstoß dazu gegeben, einen Film über die Brandgefahren in den Sommermonaten zu drehen. Am vergangenen Freitag trafen sich die Kameraden pünktlich um 16.30 Uhr mit den TVN-Filmproduzenten Martin Voß, Jan-Frerk Mandel und Jara Lieske an der Kolshorner Feuerwache. Dort wurden nach einer kurzen Einweisung auch gleich die ersten Szenen gedreht. Zu den Botschaften gehörte beispielsweise, dass glühende Kohle nach dem Grillen nicht einfach in die Natur geschüttet werden dürfen, dass der Funkenflug aus einem der immer beliebter werdenden Feuerkörbe durchaus einen Brand entfachen kann und dass Unkraut bei diesem Wetter möglichst nicht mit einem Brenner vernichten werden sollte. Da für diese Szenen echtes Feuer eingesetzt wurde, stellten die Feuerwehrleute den Brandschutz sicher und löschten unmittelbar nach dem Dreh die Flammen. Etwas aufwändiger gestaltete sich anschließend der Dreh zum Vorgehen der Feuerwehr bei einem Flächenbrand auf einem Stoppelfeld. Auch wenn die Einsatzkräfte es nur mit einem simulierten Brand zu tun hatten, erfolgte die Anfahrt, das Aufstellen der Fahrzeuge sowie die Demonstration des Löschens wie bei einem realen Einsatz. Hierbei zeigte sich u.a. auch der Vorteil, dass in der heutigen Zeit alle Ortsfeuerwehren in Lehrte mittlerweile über Fahrzeuge mit Wassertank verfügen und somit sofort mit der Brandbekämpfung beginnen können. Dadurch können im Ernstfall auch Brände noch während ihrer Entstehungsphase gelöscht oder zumindest eingedämmt werden. Im Anschluss an die Simulation folgte noch ein Interview mit Martin Voß über die Brandgefahren bei den vorherrschenden Wetterbedingungen.
Der Film ist auf der Facebook-Seite JA ZUR FEUERWEHR sowie auf YouTube unter "Gefahr von Wald und Flächenbrände im Sommer" zu sehen.
Für die Dreharbeiten waren die Ortsfeuerwehren Aligse, Kolshorn, Röddensen und Steinwedel mit fünf Fahrzeugen und 30 Kameraden im Einsatz - so der Bericht von Christian Urban von der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte.