Boogie- und Bluespianist Thomas Gerdiken gibt Konzert in Lehrte

Wann? 12.11.2010 20:00 Uhr

Wo? Fachwerkhaus am Stadtpark, Manskestraße 27, 31275 Lehrte DEauf Karte anzeigen
Einer der sein Publikum um den vergnüglichen Boogie Woogie Finger zu wickeln weiß: Pianist Thomas Gerdiken. (Foto: Thomas Gerdiken)
Lehrte: Fachwerkhaus am Stadtpark | LEHRTE (r/kl). Im Rahmen des Lehrter Kulturprogramms „Kleine Reihe“ und in Kooperation mit dem Verein „Jazzfreunde Altkreis Burgdorf“ lädt der Lehrter Männerchor am Freitag, 12. November, ab 20.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr) zu einem Konzert des Boogie-und Bluespianisten Thomas Gerdiken in das Fachwerkhaus am Lehrter Stadtpark (Manskestraße, am Schützenplatz) ein.
Der Eintrittspreis beträgt im Vorverkauf an den bekannten Stellen zehn Euro und an der Abendkasse zwölf Euro.
Ob in Berlin vorm Brandenburger Tor vor über 1 Million Zuhörern mit Montserrat Caballé und den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle, oder auf dem Deutschen Sportpresseball in der Alten Oper in Frankfurt; spätestens seit seinem ausverkauften Solokonzert im Kurhaus in Wiesbaden ist Thomas Gerdiken in der 1. Liga der bundesdeutschen Jazz- und Bluesszene angekommen.
Dies findet auch in einer zunehmenden Medienpräsenz seinen Niederschlag. So wurden von Thomas Gerdiken 2004 zwei Konzerte für den Hessischen Rundfunk, eins für den NDR und eins für RBB Berlin und 2007 eins vom MDR Dresden aufgezeichnet und gesendet.
Aber auch die kleinen Bühnen in Jazzclubs und auf Stadtfesten sind nach wie vor sein Zuhause. Im Februar 2008 ist Thomas Gerdiken zum 80. Geburtstag von Fats Domino nach New Orleans eingeladen worden. Das Konzert fand im Tipitinas in New Orleans statt, unter anderen mit Randy Newman, Dr. John, Allain Touissant und John Cleary. Seit diesem Besuch engagiert sich Thomas Gerdiken für Musiker aus New Orleans, die durch den Wirbelsturm Katrina in Not geraten sind und hat neben anderen ein Konzert im Juli 2008 in der Bundeskunsthalle in Bonn für „Help New Orleans¡ organisiert.
Thomas Gerdiken zählt zu jenen Bühnentalenten, die für das Studio wenig gemacht sind; er lebt vom Feedback, von der steigenden Auditoriumstemperatur. Kommt die Stimmung in die Gänge, läuft er zur Hochform auf. Musikalisch verfeinert er sich mehr und mehr. Allem stilpuristischen verweigert sich Gerdiken konsequent. Nach wie vor spielt er wunderschön schwarzen Soul, zelebriert einen filigranen Ragtime und zaubert einen lässig einher schlendernden Blues. Doch das ist einer, der sich selbst nie zufrieden stellt: ständig scheint er am Sound, an der rhythmischen Delikatesse, am eleganten Drive herumzufeilen.
Was unterm Strich sich technisch-klavieristisch präsentiert, ist bestens trainiertes Handwerk. Seine Kreationen aus eigener Feder, die mittlerweile den größeren Teil seines Repertoires ausmachen, artikulieren sich weit jenseits mechanischer Muster und ausgetretener Pfade.
Standards von Fats Domino, Fats Waller, Nat King Cole, Nina Simone, Ray Charles bis zu Sting drückt Gerdiken auf eine erfrischende Art seinen persönlichen Stempel auf. Vor allen Dingen Thomas Gerdiken der Sänger: kraftvoll, outspoken, sprachlich virtuos, vokal mit schwarzer Färbung und mit einer tiefen Emotionalität, der man sich einfach nicht entziehen kann. Alles in allem eine singuläre Figur. Ein Musiker, dem die Lust an der Performance aus den Knopflöchern guckt. Einer dem der Schalk über die Brillenränder blitzt …