Blütenpracht ganz nah erlebbar

Mädesüß wächst am Rand des Kanals. (Foto: Rolf Stender)

Rolf Stender empfiehlt wachsamen Blick

LEHRTE-SEHNDE (r/gg). "Nüchtern betrachtet liegt in der Naherholung die Kraft zum Entspannen. Und dies, ohne Fahrtzeit, ganz stressfrei und umweltbewusst", schreibt der botanisch versierte Rolf Stender. Er empfiehlt die "faszinierende Blütenschau, in uns in Wald und Flur zu Füßen liegt". Die Natur allein regle die Erlebniszeiten. Im Frühjahr ging es mit der Blütenpracht von Märzenbecher, wilden Krokussen und Lerchensporn los. Seit April gibt es ein Blüten-Meer aus unzähligen Wildkräutern, darunter Schlüsselblumen, Buschwindröschen, Wiesenschaumkraut oder Sternblumen. Die Palette weißblühender Büsche habe besonders im Bereich des Sehnder Ladeholzes und der Kippe faszinierende Landeschaftsbilder geboten. Im Kanal-Umfeld und an den Lein-Pfaden hat Rolf Stender eine artenreiche Flora vorgefunden, die aufzuzählen viel zu lang wäre. Die Wilde Engelwurz, Sumpf-Schwertlilien, Lichtnelken oder Bärenschote seien stellvertretend genannt. "Ein besonderes Erlebnis bietet in diesem Jahr die üppige Heilziest-Blüte", so der Tipp von Rolf Stender für Wanderer. Weiträumige Böschungsflächen seien in ein wunderbares Rot getaucht. Selten sind die Sumpf-Gänsedisteln zu sehen. Der Weidenblättrige Alant mit seinem leuchtenden Gelb steche farblich hervor, die Wiesenkönigin habe ihren idealen Standort gefunden. Rolf Stenders Fazit: "Unsere Kräuterlandschaft in der Region ist ein Juwel."