Bischof setzt sich für die Menschenrechte der Indigenen ein

Landeskirche stockt Spenden an die Stiftung „Frieden ist ein Menschenrecht“ auf

SIEVERSHAUSEN (sv). „Der Baum des Friedens wurzelt in der Gerechtigkeit“ lautet der Text auf einem großen Wandbild an der Ortsdurchfahrt Sievershausen in unmittelbarer Nähe zum Antikriegshaus. Um Gerechtigkeit geht es auch Antonio Ablon. „Ich weiche nicht zurück“ ist sein Vortrag übertitelt, in dem der Bischof der Unabhängigen philippinischen Kirche (IFI) von seinem Kampf mit der indigenen Bevölkerung gegen den Landraub durch mächtige Agrar- und Minengesellschaften auf der Insel Mindanao berichten wird. Die bedrohten Ureinwohner fliehen entweder in die Wälder oder die großen Städte. Das Antikriegshaus lädt zu dem Vortrag für Sonntag, 23. Februar, um 16 Uhr in seinen Vortragssaal ein. Der Eintritt ist frei.
Mit einer üblen Schmähkampagne überzogen und mit dem Tod bedroht wurde der Menschenrechtler wegen seiner politischen Arbeit in seinem Heimatland von Hintermännern der Regierung Duterte. Bischof Ablon ist zur Zeit Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte und klärt auf Vortragsreisen auf über seinen Einsatz für das Volk der Lumad und die Arbeit der Iglesia Filipina Indipendiente, der Unabhängigen philippinischen Kirche. Diese spaltete sich 1902 aus Protest gegen die spanischen und US-amerikanischen Kolonialmächte von der katholischen Kirche ab und strebt nach Freiheit, Unabhängigkeit und Wohlstand durch soziales Miteinander.
Vor dem Vortrag Antonio Ablons erhält die Friedensarbeit vor Ort in Sievershausen noch eine besondere Anerkennung: Einen symbolischen Scheck über 18.991,40 Euro wird Oberkirchenrätin Elke Schölper an die Stiftung "Frieden ist ein Menschenrecht" überreichen. In dem zweijährigen Zeitraum der 5. Bonifizierungsaktion der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers „AUS 3 MACH 4“ erhielt die Stiftung im Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juli 2019 Zustiftungen in Höhe von insgesamt 56.974,20 Euro. Anfang Dezember 2019 hat das Landeskirchenamt entschieden, die Stiftung mit einem Drittel des Betrages zu fördern. Stiftungsvorstand und Stiftungsrat freuen sich über diesen großen Erfolg, den das Team vom Antikriegshaus allen Stiftern zu verdanken hat. „Er bringt uns in unserem Anliegen, die Friedensarbeit im Friedensort Sievershausen zu fördern, ein großes Stück voran“, sagt der Vorsitzende Berndt Waltje.