Berufsauswahl auf Augenhöhe

Vielfältige berufliche Chancen bietet die Stadt Lehrte – auch im IT-Bereich: Ulrike Brendes informiert den Gymnasiasten Luca Varchmin. (Foto: Susanna Veenhuis)
 
Gina Marchardt und Kaltrina Kameraj von der Praxis Dr. Schneider und Kollegen informierten zwischen Riesengebiss und Zahn-Zieh-Zangen über die umfangreichen Anforderungen im Beruf der Zahnarzthelferin. (Foto: Susanna Veenhuis)

Zweite Ausbildungsmesse ist wieder ein voller Erfolg

LEHRTE (sv). „Mach was aus Dir!“ Besser könnte das von der Wilhelm Kramer GmbH ausgegebene Motto für die zweite Auflage der Ausbildungsmesse im Kurt-Hirschfeld-Forum nicht lauten. Schüler verschiedener Lehrter Schulen hatten fast einen ganzen Tag lang Gelegenheit, die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in Lehrte und Umgebung ganz bequem unter die Lupe zu nehmen. 25 Unternehmen aus Lehrte und Umgebung sowie überregionale Unternehmen waren der Einladung vom Verbund pro Regio und des Lehrter Stadtmarketings gefolgt und präsentierten ihre Arbeitsfelder. Dazu hatten sie allerlei Arbeits- und Anschauungsmaterial ins Forum mitgebracht.
„Das Schöne daran ist, dass hier vor Ort so viele Betriebe und Unternehmen versammelt sind, und die haben auch gleich ihre Auszubildenden mitgebracht, so dass die auf Augenhöhe mit den Schülern kommunizieren können“, sagte Bürgermeister Klaus Sidortschuk bei der Eröffnung. Als einen Grund, diese Messe zu veranstalten, nannte er die Tatsache, dass die erste schon so erfolgreich war. Der zweite Anlass sei, dass sich die Schüler schon frühzeitig überlegen müssen, in welche Richtung sie gehen wollen. „Man legt sich ja heute nicht mehr so fest“, sagte Klaus Sidortschuk. Aber die Ausbildungsmesse biete ein breites Spektrum an Berufsmöglichkeiten von lokalen Betrieben bis hin zu größeren überregionalen Unternehmen.
So konnten sich die Schüler über die Arbeit in Krankenkassen, Klinikum und Kabelbau ebenso wie über weitere soziale, administrative, technische und medizinische Dienste informieren. Auch Gastronomie und Handwerk waren mit modernstem Know How vertreten. Zum Reinschnuppern konnten vor Ort gleich Praktika vereinbart werden.
Als größter lokaler Arbeitgeber war auch die Stadt Lehrte für viele Besucher von Interesse. „Es macht sehr viel Spaß, man hat viel Kundenkontakt, es ist sehr vielseitig, weil man auch fast alle Fachbereiche durchläuft“, berichtete Laura Stolzenberg, Auszubildende bei der Stadt Lehrte, begeistert über den allgemein als eher langweilig angesehenen Beruf der Verwaltungsfachangestellten. Luca Verchmin vom Lehrter Gymnasium ließ sich derweil von Ulrike Brandes über die IT-Arbeit bei der Stadt aufklären. „Das hört sich sehr gut an, aber erstmal will ich mein Abitur machen!“
„Man muss vermitteln, dass wir nicht nur neben dem Stuhl stehen und nett lächeln und ab und zu mal den Sauger reinhalten“, sagte Gina Marchardt von der Praxis Dr. Schneider und Kollegen. Zwischen Riesengebiss und Zahn-Zieh-Zangen informierte sie zusammen mit Kaltrina Kameraj über die umfangreichen Anforderungen im Beruf der Zahnarzthelferin.
Die Vertreter von Polizei und Bundeswehr hatten ebenfalls viele Fragen zu beantworten. David Amaral aus Sievershausen geht zwar nicht mehr zur Schule, hat aber nach verschiedenen teilweise harten und schlecht bezahlten Jobs den Beschluss gefasst, eine Ausbildung zu machen. „Nur mit einer richtigen Berufsausbildung hat man auch Chancen auf gute Arbeit“, sagte der 28-Jährige aus eigener Erfahrung. Er meinte nach dem Gespräch mit Polizei-Kommissarin Lena Stockmann vom Lehrter Polizeirevier: „Das klingt sehr gut!“