Bergung eines Verstorbenen aus Schacht

Feuerwehr wendet Explosionsgefahr ab

Hämelerwald (r/gg). Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr wurden am Dienstag um 18 Uhr zum Gelände einer ökologischen Entwässerungsanlage gerufen. In einem fünf Meter tiefen Schacht befand sich die Person unter Wasser treibend und war auch beim Eintreffen der Einsatzkräfte nicht ansprechbar. Zu beachten war die im Schacht zu erwartende hohe Konzentration von Schwefelwasserstoff und Methangasen. Mit Explosionsgefahr war zu rechnen, was auch mittels Gasmessgerät bestätigt wurde, sodass die Bergung unter explosionsgeschützten Umständen erfolgen musste. Unterstützend wurden hierfür weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Hierzu zählten sowohl die Fachgruppe Absturzsicherung, eine spezialisierte Fachgruppe von Feuerwehrleuten aus dem Stadtgebiet, darunter aus Arpke, als auch der Abrollbehälter Gefahrgut und der Gerätewagen Nachschub der Ortsfeuerwehr Lehrte.
Für die Bergung musste zunächst das Filtratwasser mittels explosionsgeschützter Pumpe aus dem Schacht gepumpt werden. Im Anschluss konnte die Person dann, unter Führung der Absturzsicherungsgruppe und unter schwerem Atemschutz und in Chemikalienschutzanzügen geborgen werden. Dies gelang unter Zuhilfenahme der Drehleiter mit verschiedenem Geschirr, Gurtwerkzeugen und Sicherungsleinen.
Der Notarzt stellte den Tod der Person fest. Angehörige vor Ort wurden seelsorgerisch betreut. Im Anschluss wurde die Einsatzstelle an den Kriminaldauerdienst der Polizei übergeben. Im Einsatz war die Feuerwehr Hämelerwald und Lehrte, sowie die Absturzsicherung aus dem Stadtgebiet Lehrte mit insgesamt neun Fahrzeugen und 40 Einsatzkräften, sowie die der Rettungsdienst, ein Notarzt, die Polizei und der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei - so der Bericht von Feuerwehr-Sprecher Benjamin Rüger.