Beistand leisten und begleiten

Hospizdienst bietet Anleitung für "Letzte Hilfe"

ALTKREIS (r/gg). Anderen Menschen bei einem Unfall oder in einer Notfallsituation beizustehen und aktiv zu helfen, ist aus der „Ersten Hilfe“ wohl bekannt und selbstverständlich. Vermutlich jeder hat an einen solchen Kurs schon einmal teilgenommen. Warum sollte das, was mitten im Leben gut und bereitwillig funktioniert, nicht auch am Lebensende so sein? Am Freitag, 1. März, in der Zeit von 17 bis 21 Uhr wird der Ambulante Hospizdienst für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze einen „Letzte Hilfe Kurs“ in den Räumen der Markus-Kirchengemeinde in Lehrte, Am Distelborn 3, anbieten.
Gemeinsam ist der ersten und letzten Hilfe eine soziale und fürsorgliche Haltung, die die Not anderer Menschen erkennt und ihnen beisteht. Ebenso wie die erste kann auch die letzte Hilfe aktiv sein, beispielsweise durch Mundpflege, das Haltgeben bei Unruhe und Verwirrung oder das bloße Dasein angesichts einer schwierigen Situation bei einem sterbenden Menschen. Die Idee zum Projekt letzte Hilfe stammt von dem promovierten Palliativmediziner Georg Bollig aus Schleswig, der damit die breite Öffentlichkeit wieder mehr mit den Themen Sterben und Tod vertraut machen möchte. Dabei geht es um die Themen „Sterben als ein Teil des Lebens“, „Vorsorgen und entscheiden“, „Leiden lindern“ und „Abschied nehmen“. Zum „kleinen Einmaleins der Sterbebegleitung“ – wie der Kurs auch häufig beschrieben wird – gehören kleine praktische Maßnahmen ebenso wie theoretische Fragen zu Sterben, Tod und Trauer.
Interessierte können sich dafür bis Freitag, 22. Februar, anmelden: Telefon 05136 897311 oder E-Mail hospizdienst.burgdorf@evlka.de. Für die Teilnahme wird eine Aufwandsent-schädigung von zehn Euro pro Person erhoben.