Beim Neujahrskonzert im Altersheim Lehrte erklingen viele nostalgische Melodien

Das „Liebesgrund-Quartett“ mit Sänger Jernhard Twickler begeisterte das Publikum beim Neujahrskonzert im Alters- und Pflegeheim Lehrte. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Jernhard Twickler und das „Liebesgrund-Quartett“ erinnern an die gute alte Zeit

LEHRTE (hdb). Perlen populärer Musik sind beim Neujahrskonzert im Rosemarie-Nieschlag-Haus erklungen. Zu Gast war das Hildesheimer „Liebesgrund-Quartett“ mit Sänger Jernhard Twickler. Dem Publikum - überwiegend älteren Semesters- gefiel das nostalgische Schlager-Potpourri.
Ein Glas Sekt und herzliche Begrüßungsworte zum Neuen Jahr durch Heimleiter Johannes Reese und den stellvertretenden Bürgermeister Burkhard Hoppe erwarteten die knapp 100 Zuhörer. Sie konnten schon an der Kostümierung des Quintetts – Schiebermütze, Stehkragen, Fliege, karierte Anzüge – erkennen, wohin die musikalische Zeitreise gehen sollte.
Und das animierte Publikum folgte der Rückschau in die gute alte Zeit bereitwillig, mit wippenden Fußspitzen und sogar als Chor beim Refrain „So schön war die Zeit“.
Wenn auch nicht jeder Ton stimmte, der aus dem unerschöpflichem Arsenal an Instrumenten kam,, rhythmisch nicht immer alles präzise saß und die Gesangsstimmen nicht jede Intonation lupenrein trafen, fand das Amateur-Ensembles doch den richtigen nostalgischen Grundton. Es eröffnete mit Ereignissen aus der Gerüchteküche („Haben Sie schon gehört?“), forderte zum Tanz auf („Tanz-Marie, tanz bis morgen früh“) oder warnten vor einer Reise zum Nordpol. Beim Zarah-Leander-Klassiker „Der Wind hat mir ein Lied erzählt“ oder Elvis Presleys Schmachtsong „Can’t help falling in love with you“ vermochte Frontmann Jernhard Twickler allerdings nur mühsam Erinnerungen an die ehemaligen Stars zu wecken.
Dem Sänger hätte man ohnehin ein paar mehr Entertainer-Qualitäten gewünscht, was wohl zu einer erstrebenswerten Auflockerung der etwas wahllos aneinander gereihten Melodienfolge geführt hätte. Dennoch folgten die Zuschauer auch im zweiten Teil des zweistündigen Programms aufgeschlossen Liedern wie „Auf der Transitautobahn von Helmstedt nach Berlin“, „Beim Lohntütenball“ oder „Roter Mohn“.
Mit vereinzelten Bravo-Rufen erklatschten sich die Zuhörer von Stefan Könneke (Gitarre), Markus Neumann (Kontrabass), Michaela Neumann (Schlagzeug), Markus Stoffel (Mundharmonika, Ukulele, Kamm u.a.) und Jernhard Twickler (Gesang) noch als Zugabe das besinnliche Finale „Der Mond ist nur aus Pappmaschee“.