Beim Fasl-Abend in Ahlten fließt viel Freibier durch die durstigen Männerkehlen

Ortsbürgermeister Jürgen Kelich (am Mikrofon) erinnerte an die Ahltener Geschehnisse des vergangenen Jahres, mit Stadtwerke-Chef Rainer Eberth (links) wusste er dabei einen der Hauptakteure des Ausbaues der Straße "Zum Großen Freien" an seiner Seite. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Tradition wird mit umfassendem Jahresrückblick und Lammkeulen-Essen fortgesetzt

LEHRTE/AHLTEN (hdb) Jede Menge Freibier, viele Worte und Lammkeule aus Neuseeland: Die Tradition des Bauernfasl-Abends ist auch bei der 39. Auflagefortgesetzt worden. Etwa 150 Männer waren ins Ahltener Schützenheim gekommen, um sich den umfassenden Jahresrückblick des Ortsbürgermeisters anzuhören.
Jürgen Kelich hatte es allerdings mehrfach schwer, sich – trotz Mikrofon – gegen den hohen Geräuschpegel, vor allem in den hinteren Reihen, durchzusetzen. Er ließ sich aber bei seiner Rückschau auf lokale Ereignisse des Jahres 2012 nicht aus dem Konzept bringen und schilderte mit Hilfe einer lebendigen Powerpoint-Präsentation Höhepunkte des Dorfgeschehens. Fotos und Zeitungsausschnitte erinnerten unter anderem an die Diskussion über das im benachbarten Höver geplante Logistik-Zentrum, den Diebstahl der Kupferrohre an der Friedhofskapelle oder den Gutachterstreit um den Erhalt der alten Dorfeiche.
Sein 70-minütiger, manchmal etwas ausufernder Vortrag veranlasste Pastor Henning Runne in seinem späteren Redebeitrag zu der Bemerkung, den Jahresrückblick hätte „man ein wenig straffen können“ – Applaus der Zuhörer war ihm an diesem Punkt gewiss.
Fast so lang wie Kelichs Rückschau war die Liste derer, die für den – vom Ortsrat und dem Heimatverein ausgerichteten - 39 Bauernfasl-Abend Freibier gestiftet hatten: 400 Liter Fassbier standen auf der Spendenliste von örtlichen Firmen, den Stadtwerken Lehrte und der Schlemmschen Familienstiftung. Die gute Grundlage für den Alkoholumsatz legte das traditionelle Menü mit Lammkeule aus Neuseeland.
Zu den offiziellen Gästen zählten neben Pastor Runne – der abschließend einen derben Witz zum Besten gab – auch Lehrtes stellvertretender Bürgermeister Burkhard Hoppe (auch mit 50 Liter Freibier im Gepäck), Ehrenortsbürgermeister Kurt Grefe, Stadtwerke-Chef Rainer Ebert und Reinalt Schlemm.