Baugebiet offiziell eingeweiht

Frieda (rechts) und Nora halfen Ortsbürgermeisterin Heike Koehler und Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk bei der Einweihungszeremonie.

Bebauung kann starten – 35 Bauplätze für Einfamilienhäuser in Ahlten vergeben

VON DANA NOLL

AHLTEN. Als „letztes Abenteuer der zivilisierten Welt“, bezeichnete Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk den Hausbau, anlässlich der Einweihung des Baugebietes in Ahlten. Die Bauinteressenten brauchten einen langen Atem, denn knapp drei Jahre mussten sie auf diesen Tag warten. Beschlüsse, Verhandlungen, Verfahren, Auftragsvergabe – „das nahm eine Menge Zeit in Anspruch“, so die Verwaltung.
Doch nun fiel am vergangenen Dienstagnachmittag der offizielle Startschuss. 35 Einfamilienhäuser sollen hier entstehen – alle sind bereits verkauft oder fest vergeben. Die Bewerbungen für die etwa 500 bis 700 Quadratmeter großen Grundstücke waren zahlreich. Klaus Sidortschuk berichtete von einem Grundstück, das mit 103 Interessenten die Spitzenposition belegte, insgesamt gab es 420 Bewerbungen für die Grundstücke. Zusätzlich entstehen 110 Wohneinheiten in Reihen- oder Mehrfamilienhäusern.
Geklappt hat es für Familie Eiternick. Tochter Frieda half gemeinsam mit Nora Nwankwo, beide 5 Jahre alt, beim Einweihungsband zerschneiden. Mit Mama, Papa, der kleinen Schwester und ihrem Hund geht es noch in diesem Jahr mit dem Hausbau los. „Wir sind schon Ahltener und freuen uns, hier im Ort nun auch bauen zu können, mit deutlich mehr Platz für uns und die Kinder“, erzählt Mama Peggy.
Dass Ahlten wächst - Einwohnerzahl steigt auf etwa knapp 6.000 - lobte auch Heike Koehler. „Ich heiße alle herzlich willkommen. Wir sind ein lebendiges Dorf mit zahlreichen Aktionen und Vereinen“, so die Ahltener Ortsbürgermeisterin. Besonders erfreut zeigte sie sich über den Zuwachs von jungen Familien und verwies aber darauf, dass die Infrastruktur mit wachsen muss. „Die neue Kita sollte nicht so lang auf sich warten lassen“, so Koehler. Geplant ist eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen, davon zwei Krippengruppen. Im Herbst 2020 könnte diese bereits den Betrieb aufnehmen.
In Ahlten wird noch ein zweites Baugebiet entstehen, mit 50 Wohneinheiten. Denn das Interesse an Grundstücken im Umland von Hannover ist groß. Schon 2015 wurde mit dem Stadtentwicklungs- und Wohnraumkonzept festgestellt, dass bis 2024 etwa 1.300 neue Wohnmöglichkeiten geschaffen werden müssen, um dem Bedarf gerecht zu werden. „Wir haben dann alle Flächen begutachtet und drei Baugebiete ins Auge gefasst“, so Sidortschuk. So wurde im letzten Monat das Baugebiet „Im See“ in Arpke eingeweiht, nun folgte Ahlten. Das Baugebiet in Lehrte dauert noch etwas an, „hier ist die Abwicklung etwas komplexer“, erklärt Lehrtes Bürgermeister. Insgesamt entstehen in den drei Neubaugebieten 420 Wohneinheiten.