Auto überschlägt sich auf der A2

Mittels technischem Gerät wurde am Sonntagmorgen das Unfall-Fahrzeug auf der A2 aufgeschnitten, um die eingeklemmten Insassen zu befreien. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Lehrte)

Mitfahrerin stirbt am Unfallort, Achtjährige lebensgefährlich verletzt

Lehrte (r/gg). Sonntagmorgen gab es einen schweren Unfall auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Hämelerwald und Lehrte-Ost. Ein 26-jähriger BMW-Fahrer war gegen 5.55 Uhr in Fahrtrichtung Dortmund unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Hämelerwald und Lehrte-Ost verlor er aus unbekannten Gründen die Kontrolle über das Auto und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. In der Folge überschlug sich das Fahrzeug und blieb auf dem Dach liegen. Laut Zeugenaussagen, so der Polizeibericht, sei der der BMW bereits wegen einer auffälligen Fahrweise, unter anderem wegen augenscheinlich zu hoher Geschwindigkeit und dichtes Auffahren, aufgefallen. Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Hämelerwald waren wenige Minuten nach Alarmierung am Unfallort. Nach Angaben von Feuerwehr-Sprecher Benjamin Rüger konnten sich Fahrer und Beifahrer, beide 26 Jahre alt, selbständig aus dem Fahrzeug befreien und leicht verletzt an den Rettungsdienst übergeben werden. Auf der Rücksitzbank des Wracks wurden ein achtjähriges Kind, eine 37-jährige und eine 56-jährige Frau aufgefunden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr schnitten das Autoblech auf und befreiten das Kind und die 37-Jährige. Beide waren schwerverletzt, das Kind sogar lebensgefährlich, und wurden mit dem Rettungshubschrauber in Krankenhäuser gebracht. Gleichzeitig wurde für Brandschutz gesorgt. Bei der 56-jährigen Frau konnte der Notarzt nur den Tod feststellen. Sie wurde geborgen und an den Bestatter übergeben. Im Einsatz war die Feuerwehr Hämelerwald mit vier Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften.
Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und Unfallaufnahme war die A2 zwischen Hämelerwald und Lehrte-Ost für etwa sechs Stunden vollgesperrt. Der Gesamtschaden wird aktuell auf etwa 6.000 Euro beziffert. Der Verkehrsunfalldienst Hannover hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung infolge eines Unfalles eingeleitet.