Ausbildungslotsen sind aktiv

Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Bildung und Verkehr der Region Hannover, stellt Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne das Projekt „Ausbildungslotsen“ vor. (Foto: Region Hannover / Philipp Westphal)
 
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (Fot, 2.v.l.) nahm sich viel Zeit, um sich mit den Akteurinnen und Akteuren rund um das Projekt „Ausbildungslotsen“ auszutauschen. Hier im Gespräch mit Klaus Sidortschuk (von links), Bürgermeister der Stadt Lehrte, Bernhard Mellentin, Leiter der IGS Lehrte, Schülerin Nina Rühmann, Ausbildungslotsin Ina Tatje, Schüler Kian Aselmann und Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Bildung und Verkehr der Region Hannover. (Foto: Region Hannover / Philipp Westphal)

Minister Hendrik Tonne an der IGS zu Gast

LEHRTE (r/gg). Einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz zu suchen, sich zu bewerben, das Vorstellungsgespräch zu meistern: Das sind Herausforderungen, die viele Schüler nicht ohne Hilfe meistern. Die Regionsverwaltung und die Agentur für Arbeit haben daher das Projekt „Ausbildungslotsen“ initiiert. Inzwischen sind regionsweit 28 Ausbildungslotsen im Einsatz und unterstützen junge Menschen auf ihrem Weg in das Berufsleben – sie beraten, koordinieren, helfen. Finanziert wird das Projekt mit einem Volumen von rund 1,2 Millionen Euro zu je 50 Prozent von der Bundesagentur für Arbeit und der Region Hannover.
Die IGS Lehrte ist seit Januar 2015 Teil des Programms – als eine der ersten beteiligten Schulen in der Region Hannover. Im Rahmen eines Schulrundgangs hat sich der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne über das Projekt „Ausbildungslotsen“ informiert. Das Konzept, Berufs- und Ausbildungsberatung direkt vor Ort in den Schulen anzubieten, überzeugte ihn. Auch Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover, steht voll hinter dem Projekt: „Die Ausbildungslotsen stärken im Team mit Schule und Berufsberatung den Übergang Schule-Beruf. Was 2014 in zwei Schulen begann, ist mittlerweile auf 28 Modellschulen in der Region Hannover angewachsen – von der Förderschule bis zum Gymnasium. Durch die Arbeit der Lotsen sind die Projektschulen heute Vorreiter in der Berufsorientierung.“
Klaus Sidortschuk, Bürgermeister der Stadt Lehrte, sieht in dem Projekt auch eine Stärkung des Standorts: „Gut ausgebildete junge Menschen sind vor allem auch ein Standortfaktor für die Kommune. Deshalb ist es wichtig, einen passenden Weg in die richtige Ausbildung zu finden und den Jugendlichen schon bei der Suche und der Auswahl zu helfen. Die Ausbildungslotsen sind dabei eine sehr willkommene Unterstützung.“
Für Bernhard Mellentin, Leiter der IGS Lehrte, sind Angebote zur Berufsorientierung unverzichtbar: „Das Angebot unserer Ausbildungslotsen ist zentraler Bestandteil unseres schulischen Konzeptes zur beruflichen Orientierung, dessen erfolgreiche Umsetzung unter anderem durch die Zertifizierung als Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule dokumentiert wird. Die Präsenz der Ausbildungslotsen in der Schule ist unverzichtbar und trägt maßgeblich zu den erfolgreichen Übergängen unserer Schüler in die berufliche Welt bei.“
Ausbildunglotsin Ina Tatje ist an fünf Tagen pro Woche in der IGS Lehrte. „Die Schüler, deren Eltern und auch die Lehrkräfte nehmen das unterstützende Angebot der Ausbildungslotsen sehr gut an. Eine feste Ansprechpartnerin in der Schule zu haben, die sich mit dem Thema Berufsorientierung auskennt und für Fragen jederzeit bereit steht, ist für alle Beteiligten eine große Erleichterung“, weiß sie. Die Besonderheit des Projektes ist die feste Verankerung direkt in der Schule und im Schulleben. Ab Klasse acht wird dadurch eine persönliche Beziehung zu den Jugendlichen aufgebaut und der Übergang von der Schule in den Beruf deutlich erleichtert. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Ausbildungslotsen, Berufsberatung, Sozialpädagogen und Lehrkräften können Schüler auf ihrem Weg in das Berufsleben individuell gefördert und unterstützt werden.
Projektträger ist in Lehrte und an 13 weiteren Schulen die ProBeruf GmbH. Geschäftsführer Rudolf Schulz hebt zwei Aspekte hervor: „Gerade vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels ist es wichtig, dass Betriebe und ausbildungsbereite Jugendliche zusammenfinden.