Aufklärungsquote erhöht

Polizei belegt in Statistik gute Entwicklung

LEHRTE-SEHNDE (r/gg). Die Kriminalstatistik im Zuständigkeitsbereich des hiesigen Kommissariats hat Mario Mantei, Leiter des Kriminal und Ermittlungsdienstes, veröffentlicht. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 4.750 Straftaten (Lehrte 3.487, Sehnde 1.263) erfasst. Das waren 443 mehr als im Jahr 2018 und somit eine Steigerung um 10,29 Prozent. Die Gesamtaufklärungsquote liegt im hiesigen Kommissariat bei 68,19 Prozent und hat sich um 4,2 Prozentpunkte erhöht - innerhalb der vorigen fünf Jahre ist dies der Höchstwert. Sowohl die Steigerung der Fallzahlen als insbesondere auch die deutliche Erhöhung der Aufklärungsquote sind im Wesentlichen auf die Entwicklung im Bereich der Körperverletzungsdelikte zurückzuführen. Die Anzahl der Tatverdächtigen ist um 270 Tatverdächtige (Lehrte 170, Sehnde 100) auf 2.401 gestiegen. Das Verhältnis zwischen Tatverdächtigen mit und ohne deutschen Pass ist im Vergleich zum Vorjahr auf einem ähnlichen Niveau geblieben. Grob gefasst liegt die Zahl der Tatverdächtigen ohne deutschen Pass halb so hoch wie die Zahl der Tatverdächtigen mit deutschem Pass. Der proportionale Bevölkerungsanteil ist allerdings niedriger.
Die Fallzahlen unter täterschaftlicher Beteiligung von Minderjährigen hat sich leicht erhöht. Im Jahr 2019 gab es in Lehrte 577 und in Sehnde 302 Rohheitsdelikte und Straftaten wie Raub oder Körperverletzung - eine Steigerung der Fallzahlen um 14,6 Prozent. Die gesamte Aufklärungsquote steigerte sich um 2,93 Prozentpunkte auf 94,20 Prozent. Allein zum Tatbestand Körperverletzung gab es die höchste Fallzahl der vorigen fünf Jahre - in Lehrte eine Steigerung um 22,71 Prozent auf 416 Taten, in Sehnde eine Steigerung um 21,26 Prozent auf 251 Taten. Zur häuslichen Gewalt wurden in Lehrte 144 Fälle bearbeitet, in Sehnde 43 Fälle – eine Steigerung unter ein Prozent zum Vorjahr.
Die Anzahl der Sachbeschädigungen ist um 13,60 Prozent auf 451 Taten (Lehrte 319, Sehnde 132) gestiegen. Beachtenswert ist die um 9,74 Prozentpunkte gestiegene Aufklärungsquote, die bei 33,92 Prozent liegt.
Bei den Diebstahldelikten ergab sich eine leichte Steigung um 6,99 Prozent auf 1.392 Taten. Dabei entfielen 676 Taten auf den einfachen Diebstahl (ein Plus von 3,05 Prozent) und 716 Taten auf den schweren Diebstahl (ein Plus von 11,01 Prozent). Insgesamt wurde die Aufklärungsquote um 5,18 Prozentpunkte auf 30,39 Prozent gesteigert.
Die Anzahl der Wohnungseinbrüche ist um zwei Taten auf 76 Fälle im Jahr 2019 zurückgegangen. Der Trend wie in der gesamten Polizeidirektion Hannover setzte sich damit fort. Die Aufklärungsquote stieg um 18,72 Prozentpunkte auf jetzt 30,26 Prozent.
Für das Delikt „Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen“ wurden 179 Fälle registriert. Das sind 7,73 Prozent, also 15 Fälle, weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote ist mit 5,03 Prozent um 2,7 Prozentpunkte gefallen. Darüber hinaus ist es zu 39 Totalentwendungen von Kraftwagen gekommen. Das bedeutete eine Erhöhung um drei Fälle und beinhaltete eine Steigerung um 8,33 Prozent.
Die Betäubungsmitteldelikte sind mit 360 Fällen identisch zum Vorjahr geblieben. Verstärkte polizeiliche Kontrollen in den Stadtbereichen und markanter Punkte in der Umgebung haben in diesem Kontrolldelikt dazu geführt, dass die Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau geblieben sind. Auch die Aufklärungsquote ist nur geringfügig um 0,83 Prozentpunkte auf 94,82 Prozent gefallen. Insgesamt ist die Betäubungsmittelkriminalität von Verstößen mit Cannabisprodukten und in geringerem Ausmaß von Verstößen mit Amphetaminen geprägt. Andere Betäubungsmittel wie Heroin oder Kokain spielen eine eher untergeordnete Rolle.
Die Betrugsdelikte haben um 82 Fälle auf 810 Ermittlungsverfahren zugenommen. Das beinhaltet eine Steigerung um 11,26 Prozent. Die Aufklärungsquote liegt mit 87,5 Prozent um 2,04 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.