Arpke feierte schon zu Silvester ein zweites Altddorffest

„Bodenständige“ Feuertöpfe tauchten die Schneekulisse entlang des Arpker Dorfteiches in bunte Feuer-Farben. (Foto: Walter Klinger)

Dorfgemeinschaft brillierte mit Einfällen und (bodenständigem) Feuerwerk

LEHRTE/ARPKE. Bereits mächtig den Maßstab für das vorgelegt, was im neuen Jahr noch kommen wird, haben gut 500 ArpkerInnen bei der gemeinsamen Feier des Jahreswechsels am Dorfteich. Arpkes „Scheibenkieker“ Horst Miller brachte das Geschehen an der Stimmungsdrehscheibe auf den Punkt: „Na, was sagt Ihr zu unserem zweiten Altdorffest?“.
Und tatsächlich war der Festbereich fast genau so groß wie im Sommer: Vom Feuerkorb am Kiosk von der Kreuzkirche, die das neue Jahr stimmungsvoll mit ihren Glocken einläutete, bis zu Fourage-Bollerwagen am Feuerwehrhaus reichte das turbulente, aber überaus harmonisch-nachbarschaftliche Geschehen.
Atmosphärisch dichter können weder Neujahrsfeier noch Feuerwerk sein, als in diesen zwei Stunden am Arpker Dorfteich. Wobei bei Jung und Alt Böller fast völlig „out“, dafür Riesenwunderkerzen und Brillant-Feuerwerkstöpfe am Boden „in“ waren. Nicht zuletzt die Kinder hatten hier im Sinne des Wortes ihre helle Freude.
Wie in jedem Jahr gab es einige spontane Neuerungen: Die Kinder des Ortsratsherren Otto Buchholz hatten Baumstammstücke mit Luftlöchern versehen und als „Kamin“ zum Anzünden innen in Brand gesetzt. Und den Männern, die ein Stück weiter vor dem kleinen Geschäftszentrum ein zwar kurzes, dafür aber fast professionelles Höhenfeuerwerk über dem Geschehen zündeten, das aus der Distanz erst richtig wirkte, darf ebenfalls zu ihrem Einfall gratuliert werden.
Angesichts der Dichte der Menschentrauben und der Vielzahl der „flammenden“ Ideen darf das gute Miteinander aller Aktionen um so mehr gelobt werden. Und natürlich feierten die Arpkerinnen hier zugleich auch ihre bekannt gute Dorfgemeinschaft. „Ist Arpke nicht etwas Besonderes?“ bekam der Berichterstatter so und in abgewandelter Form vielfach zu hören.
Der Lokalstolz ist angesichts eines solchen Gemeinschaftserlebnisse zweifellos erlaubt. Das eine Auto, das da – von Pfiffen begleitet – kurz nach Mitternacht unbedingt durch die Menschentrauben fahren musste, werten wir mal als Navi-Missverständnis.
Aber Dank gilt auch den Räumdiensten: So perfekte Abschussrampen wie die Schneehaufen hat man nicht jedes Jahr. Und die bunten Lichteffekte auf Schneeweiß haben was - zumal auch die edlen Getränke dieses Mal ganz problemlos gut zu temperieren waren …