Arbeit soll besser bezahlt sein

Unter der Regie der IG Metall streiken die Miele-Beschäftigten vor dem Werkstor an der Industriestraße. (Foto: Gabriele Gosewisch)

IG Metall sorgt für Streik bei Miele

Lehrte (gg). Mit einem Streik haben die Miele-Beschäftigten am Freitag voriger Woche vor dem Werkstor an der Industriestraße 3, auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht. Wenn es nach dem Willen der Gewerkschaft IG Metall geht, soll es jetzt eine neue, auf die Corona-Wirtschaftslage angepasste Übereinkunft zugunsten der Arbeitnehmer geben. Eine Regelung zur Kurzarbeit soll Nettoentgelte der Beschäftigten auf 80 Prozent sichern. Bei Schließungen von Kitas und Schulen sollen Eltern mit Kindern bis zu zwölf Jahren acht freie Tage für die Kinderbetreuung nehmen anstatt des tariflichen Zusatzgeldes. Die IG Metall fordert Beschäftigungssicherung, Erhöhung der Einkommen und in Betrieben mit Beschäftigungsproblemen einen Ausgleich von Einkommensverlusten der Beschäftigten beiträgt, wenn dort Arbeitszeit reduziert wird. Mit Zukunftstarifverträgen sollen passgenaue betriebliche Lösungen gefunden werden, die Zusagen für Investitionen, Standorte, Beschäftigung Ausbildung und Qualifizierung enthalten. Die Verhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertretern werden sich in den nächsten Wochen fortsetzen.
Rainer Näbsch, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Celle-Lüneburg, sagt: „Betriebsräte und Vertrauensleute bei Miele haben in den letzten Monaten gezeigt, dass sie in der Krise verantwortungsbewusst handeln können. Ich würde mir sehr wünschen, dass die Arbeitgeber auch ihrer Verantwortung gerecht werden und alles dafür tun, dass Arbeitsplätze gesichert werden und dass sich die Betriebe zukunftssicher aufstellen und entwickeln können.“ 350 Beschäftige zählt die Gewerkschaft am Miele-Standort Lehrte. Die „Organisation der IG Metall“ sei gut, so Rainer Näbsch. Zur Kommunikation mit der Miele-Geschäftsführung sagt er: „Das Verständnis für unsere Forderungen ist vorhanden, es ist ein sozialpartnerschaftlicher Umgang miteinander.“