Applaus für „ensemble vis-à-vis“

Programm und Präsentation kommen gut an

LEHRTE-BURGDORF (r/gg). Mag sein, dass die zeitliche und örtliche Nähe der beiden Konzerte des „ensemble vis-à-vis“ eine Rolle spielte, mag sein, dass der kleine Lehrter Chor in Burgdorf bisher unbekannt war, sicher scheint, dass die Entscheidung der etwa 50 Zuhörer in der Kapelle des städtischen Friedhofs, sich für einen in Burgdorf noch unbekannten Chor aus Lehrte auf den Weg zu machen, niemand bereut haben dürfte. Im Gegenteil: die vielfältigen, vor allem die hohe Qualität lobenden Kommentare am Ausgang machten deutlich, dass hier ein Laienchor mit Anspruch gastierte und zu überzeugen vermochte. Chorleiter Gabriel Gutzmann hatte eine kleine Rundreise durch Europa und sechs Jahrhunderte organisiert, entsprechend vielfältig waren die Stile und Sprachen, in denen gesungen wurde. Damit zeigte das Ensemble, dass es in vielen Bereichen des klassischen A-cappella-Gesanges zuhause ist und geistliche und weltliche Musik ebenso beherrscht wie Renaissance, Romantik oder die nicht zu modernistischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Verbunden wurden die Reiseetappen durch Cello-Soli, gespielt von Benjamin Brückmann, der auch zwei der Chorstücke überaus wirkungsvoll begleitete und z.B. Rameaus Hymne à la nuit, bekannt aus dem Film "Die Kinder des M. Matthieu", dadurch noch einmal besonders erstrahlen ließ. „Zum Heulen schön“, war der Kommentar einer Zuhörerin.
Das Ensemble ist am 7. Juni an gleicher, für diesen Chor überaus geeigneten Stelle, wiederzusehen.