Anstoß zu mehr Achtsamkeit

An der Kreuzung Mielestraße und Ostring erinnert ein Gedenkstein an Esra Desci. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Gedenkstein erinnert an Esra Dasci

LEHRTE (gg). Der Unfall, der am 18. Januar an der Kreuzung Mielestraße und Ostring geschehen ist, bei dem die elfjährige Esra Dasci morgens auf ihrem Weg zur Schule von einem abbiegenden Schwerlaster erfasst und zu Tode kam, hat alle, die davon hörten, tief erschüttert. Das Mädchen überquerte auf der Fußgängerfurt den Ostring, bei für sie geltendem grünem Ampellicht. Der 35-jährige LKW-Fahrer wurde etwas später ermittelt, das juristische Verfahren läuft. „Man weiß genau, das Kind kommt nicht zurück“, sagt Ekrem Dasci, Vater von Esra Dasci. Unermesslich wird die Trauer bleiben. „Die Anteilnahme in Lehrte war sehr groß, es gab aber auch ein grundsätzliches Umdenken zur Sicherheit im Verkehr“, sagt Ekrem Dascis Sohn, Delil Dasci. Die technische Nachrüstung der Laster mit dem sogenannten „Abbiege-Assistenten im toten Winkel“ kam voran – insbesondere bei der Anschaffung für Fahrzeuge der kommunalen Betriebe. Gewarnt werden sollen LKW-Fahrer mittels einer Sensorik aus den Bereichen rund um das Fahrzeug, die mittels der Rückspiegel nicht einsehbar sind. Doch vollkommene Sicherheit wird es nie geben. Mit einem Gedenkstein an Esra Dasci möchte die Familie ein Zeichen setzen. „Die Stadtverwaltung hat unsere Ansicht geteilt. In Abstimmung mit Bürgermeister Klaus Sidortschuk habe ich den Gedenkstein an der Stelle, an der Esra starb, eingebaut“, sagt Ekrem Dasci. Der Gedenkstein kann einen Anstoß geben. Beim Passieren der Kreuzung fällt der Blick unweigerlich für einen kurzen Moment darauf. „Das ist sehr gut“, so der Tenor unter den Anliegern. Achtsam sein, langsam fahren, Rücksicht nehmen, werde in das Bewusstsein gerückt.