Anleitung zum Zaunbau

Mitarbeiter der Firma Highland Stall & Weide bauen zu Demonstrationszwecken einen wolfsabweisenden Zaun auf. (Foto: Landvolk Hannover)

Fachfirma führt bei einer Veranstaltung in Immensen vor, wie sich Weiden gegen den Wolf sichern lassen

Immensen (r/gg/fh). Rund 170 Interessierte kamen vergangenen Donnerstag nach Immensen, wo die Junglandwirte Burgdorf und das Landvolk Hannover zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Wolf und Weidetiere – (un)lösbarer Zielkonflikt?“ eingeladen hatten.
Auf einer Weide am Ortsrand zeigten Mitarbeiter der Firma Highland Stall & Weide aus Oyten live vor Ort, wie ein wolfsabweisender Zaun gebaut werden kann. Bei der Vorführung auf der Weide wurden dazu Holz­pfosten in die Erde gerammt und zwischen diesen dann Drähte gespannt.
Im Anschluss folgte eine Diskussion mit Anwohnern und Nabu-Vertretern zum Thema „Zielkonflikt Wolf und Weidetiere“. Die beiden Landtagsabgeordneten Thordies Hanisch (SPD) und Rainer Fredermann (CDU) plädierten für ein „vernünftiges Wolfsmanagement“. 
Der Immenser Ortsbürgermeister Falk Kothe moderierte und fasst im Nachgang nun seine Haltung zum Thema zusammen: „Wir stehen hier schon seit den ersten Nutztierrissen im Jahr 2017 an vorderster Front im Kampf um ein verträgliches Miteinander von Wolf und Weidetieren. Mit der Eskalation der Situation in den vergangenen Monaten muss jedem klar sein, dass es ein Weiter-so nicht geben kann.“
Neben einer möglichen Obergrenze für Wölfe in Niedersachsen müsse auch die Diskussion über „wolfsfreie Gebiete“, in denen Wölfe grundsätzlich nicht toleriert werden, ihren Platz haben. „Es geht hier um nichts weniger als um das Ende der klassischen Weidetierhaltung und unzählige Existenzen“, sagte Falk Kothe. Man werde sich auch weiter für eine verträgliche Lösung einsetzen. Klassische Weidetierhaltung müsse auch weiterhin erschwinglich und ohne hohe Investitionskosten für die Weidetierhalter möglich bleiben.