Amsterdam Klezmer Band spielt zum „Kultursommer“

Wann? 01.07.2011 20:00 Uhr

Wo? Rasenrondell im Lehrter Stadtpark, Am Pfingstanger, 31275 Lehrte DEauf Karte anzeigen
Ihre unglaublichwe Virtuosität hat ihnen jetzt auch den Preis der Deutschen Schallplattenkritik eingebracht: Die Amsterdam Klezmer Band. (Foto: Kulturamt Lehrte)
 
Erhielt aktuell den Preis der Deutschen Schallplattenkritik: „Katla“ - das 9. Album der Amsterdam Klezmer Band. (Foto: Kulturamt Lehrte)
Lehrte: Rasenrondell im Lehrter Stadtpark |

Am 1. Juli auf dem Rasenrondell im Lehrter Stadtpark

LEHRTE (r/kl). Am Freitag, 1. Juli, ab 20.00 Uhr, spielt die Amsterdam Klezmer Band im Rahmen des „Kultursommers 2011“ der Region Hannover auf dem Rasenrondell im Hohnhorst-Park Lehrte. Das Lehrter Kulturamt sieht sich darin, mit dieser Verpflichtung einen guten Griff getan zu haben, auch dadurch bestätigt, dass die Band für ihr neues Album „Katla“ jetzt mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde.
„Das ist eine Band, die mir nie aus dem Kopf geht. Ihre unglaubliche Virtuosität, gepaart mit einem einmaligen Gefühl für Komposition, ergibt einen Sound, wie ihn keine andere Band, die ich kenne, hervorbringt. Dafür verbürge ich mich jederzeit: AKB for life!,“ sagt Colin Benders/Kyteman, der mit seinem HipHop Orkest als vielversprechendstes neue Talent der Niederlande gilt.
Karten zum Preis von 18 Euro sind an den bekannten Vorverkaufsstellen oder an der Ticket-Hotline (05132) 5 05 - 1 05 erhältlich. An der am 1. Juli ab 18.00 Uhr geöffneten Tageskasse kosten sie dann 21 Euro.
Alles begann 1996, als sich ein paar Amsterdamer Jungs mit jüdischem Hintergrund für die eingängigen Melodien der Klezmer-Musik und des Balkan begeisterten und auf der Straße und vor Clubs aufspielten. Seither hat sich die Band in ein siebenköpfiges Ensemble entwickelt, das zu den besten seiner Art in Europa zählt. Jetzt haben wir 2011 und die Amsterdam Klezmer Band spielt vor enthusiastischem Publikum, sei es in den Niederlanden, ganz Europa oder gar Brasilien. Ihr erfrischender Ansatz von Klezmer und Balkan-Sounds überwindet die traditionellen Aspekte jener Stile und bringt so einen sehr lebhaften Mix an osteuropäischer Musik hervor. Ihre Stärke ist die Fähigkeit, eine bemerkenswert breit gefächerte Zuhörerschaft jeden Alters in ihren Bann zu ziehen; sie spielen in Clubs oder Theatern, auf Festivals, Partys, Hochzeiten oder bei formellen Anlässen. Sie kann eine Menschenmenge dazu bringen, wild zu tanzen oder den Leuten pures Hörvergnügen bereiten.
Beliebte Stücke der Amsterdam Klezmer Band werden gerne gecovert, ihre Remixe fanden ihren Weg in die Clubs von Berlin nach Sydney. In den letzten Jahren sind sie überall auf der Welt aufgetreten. 15 Jahre auf Tour haben die Band in ein höchst produktives Kollektiv zusammengeschweißt.
Zwei Statements mögen ihren undogmatischen Ansatz unterstreichen:
„Die Amsterdam klezmer Band wurde nicht für ,Klezmer-Puristen' geschaffen, schon alleine, weil Klezmer nie als Musik angelegt war, die poliert und perfektioniert in Konzerthallen aufgeführt werden sollte. Mit ihrer rauen wie fröhlichen Herangehensweise hat die Band die Klezmer-Musik aus den Konservatorien wieder auf die Straße zurückgeholt“, bringt es die große niederländische Tageszeitung NRC auf den Punkt.
Jetzt wurde der unverwechselbare Sound der Amsterdam Klezmer Band in 14 neuen, von der Band selbst geschriebenen Stücken eingefangen. Ihr neuntes Album nennt sich „katla”. Sirba, Turbo Polka, hüftschwingender Cocek, Oompah und ungerade Metren, dargebracht in der der Band eigenen Virtuosität, formen den charakteristischen, nicht zu kopierenden Sound. Klar, dass es kein Amsterdam Klezmer Band-Album ohne Frontmann Alec Kopyt (ein Kultsänger aus Odessa und Spezialist für Knastlieder) und Job Chajes geben kann. Sie singen und rappen sich durch diese neuen Schätze, durch ein höchst originelles wie infizierendes Repertoire.
„Katla” heißt der größte Vulkan Islands. Der Titel unterstreicht den explosiven Charakter dieses neuen Albums. Wir alle wissen, dass man mit Vulkanen nicht spielen soll. Doch keine Angst: Das Hören des Albums wird höchstens kaum kontrollierbare Ausbrüche von Freude herbei führen!