Altes Thema neu entfacht

Zum Radschnellweg soll wieder geplant werden

LEHRTE (gg). Es ist ein so altes Thema, dass jetzt sogar ein neuer Grundsatzbeschluss nötig war: Der Radschnellweg zwischen Lehrte und Hannover bekam im jüngsten Verkehrsausschuss ein einstimmig positives Votum, sodass die Stadtverwaltung ertüchtigt ist, mit der zuständigen Regionsverwaltung um die Ausführung und die Kosten weiter zu ringen. "Die Feinheiten folgen noch", so das Versprechen.
Eine Machbarkeitsstudie zu einer Route, samt Kostenschätzung, liegt bereits seit 2018 vor. "Nicht geklärte Zuständigkeiten in Bezug auf die Unterhaltung der Anlage, sowie die Fragestellung der Vereinbarkeit von landwirtschaftlichen Verkehr mit einem möglichen Radschnellweg und der Abwägung einer verstärkten Entwicklung des innerstädtischen Radverkehrs gegenüber einem derartigen Leuchtturmprojekt", hätten bisher zu zurückhaltenden Lehrter Signalen geführt, so die Formulierung der Stadtverwaltung. Daraufhin sei seitens der Regionsverwaltung die Trasse Lehrte-Hannover nicht mehr mit der höchsten Priorität weiterentwickelt worden. Weiterentwickelt worden seien dagegen die Routen Hannover-Garbsen und Hannover-Langenhagen.
Die politische Willenserklärung pro Radschnellweg sei in Lehrte nötig, um bei den politischen Fraktionen in der Regionsversammlung um Priorität zu werben. Die Regionsverwaltung würde sonst die Pläne zur Lehrter Route sozusagen liegen lassen.
Mit ihrem grundsätzlich positivem Votum für die Realisierung des Radschnellwegs war es der SPD-Fraktion im Verkehrsausschuss wichtig, eine rechtzeitige Kostentransparanz einzufordern. Armin Hapke aus der CDU-Fraktion gab den "ungünstigen Ablauf" zu Protokoll: Besser würde eine öffentliche Beteiligung gelingen, wenn die Fristen zum Verkehrsentwicklungsplan (VEP) kombiniert wären. Ronald Schütz, Grüne, erinnerte an das bisher politische-mehrheitliche Nein. Mit dem nun gefassten Ja zum Radschnellweg sei "die Blockade zerschlagen", der neue Startschuss sei ein wichtiges Signal für die Regionsverwaltung. Stadtbaurat Christian Bollwein versprach: "Die Kostenkriterien sind mit der Region noch zu verhandeln und werden dann dem Lehrter Rat zur Abstimmung vorgelegt."