Alarmierungen sinken deutlich

Feuerwehr bilanziert "Ruhiges Jahr in Lehrte"

LEHRTE (r/gg). Zum Jahreswechsel zieht Stadtbrandmeister Jörg Posenauer eine erfreuliche Bilanz: Die Einsatzzahlen der Feuerwehren in Lehrte sinken deutlich. Insgesamt wurden die Feuerwehren 552 mal alarmiert. Wieder war die A2 ein Einsatzschwerpunkt. Es gab erneut Tote und Schwerverletzte.
Die Einsatzzahlen sanken um 27 Prozent von 758 auf 552 Einsätze. Neben den fünf (sechs im Vorjahr) Groß-, 14 (acht) Mittel- und 105 (96) Kleinbrände wurden die Feuerwehren zu 129 (234) nachbarlichen Hilfen alarmiert. Die Zahl der technischen Hilfeleistungen sank von 299 auf 208 Einsätze. Fehlauslösungen durch Brandmeldeanlagen und Heimrauchmelder gingen leicht auf 74 Einsätze zurück.
Die lange Trockenheit forderte auch in Lehrte die Feuerwehren. Es waren zahlreiche Flächen- und Waldbrände zu löschen. Dabei bewährten sich insbesondere die allradgetriebenen Fahrzeuge, die auf unwegsamen Gelände eingesetzt werden konnten.
Die Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehr stiegen leicht auf 162 Jugendliche sind in der Jugendfeuerwehr aktiv. In den Kinderfeuerwehren sind 167 Jungen und Mädchen aktiv.
In der Einsatzabteilung sind 467 Mitglieder (398 Männer und 69 Frauen) aktiv. Laut Stadtbrandmeister Jörg Posenauer bleibt die Tagesalarmsicherheit im gesamten Stadtgebiet nach wie vor ein Sorgenkind der Feuerwehr. Mit der Ausschreibung von zwei zusätzlichen Stellen für hauptamtliche Gerätewarte ist der erste Schritt getan, um eine nachhaltige Besserung zu erreichen. Da die Gerätewarte tagsüber die Ortsfeuerwehren bei der Bewältigung der Einsätze unterstützen werden. Er erwartet zwei weitere Neueinstellungen in 2019 und nach Fertigstellung der Wache in 2020 nochmals vier weitere hauptamtliche Gerätewarte. 1.133 Bürger unterstützen die Feuerwehren als fördernde Mitglieder.
Anders als von Jörg Posenauer erhofft, wurde die IT-Ausstattung nicht erneuert. "Wie wichtig dieses Thema ist, zeigte sich kurz vor dem Jahreswechsel bei einem Unfall auf der A2 mit einem Tesla mir E-Antrieb. Die Einsatzkräfte mussten beim Hersteller anrufen, um das Fahrzeug stromlos machen zu können, da sie nicht auf elektronisch abrufbare Informationen zugreifen konnten. Zum Glück war keine Person eingeklemmt, sonst wäre wertvolle Zeit verloren gegangen", so sein Hinweis.
Um einen sicheren Jahreswechsel für die Bevölkerung zu gewährleisten, haben sich auch diesmal wieder 125 Feuerwehrfrauen und -männer freiwillig als Einsatzbereitschaft für Silvester gemeldet. Für dieses nicht selbstverständliche Engagement dankt der Stadtbrandmeister ausdrücklich.