Aktionstag der Gewerkschaften

Aktion auf der Zuckerpassage (von links): Klaus Bittner, Klaus Trusch, Brigitte Müller und Reinhard Nold. (Foto: DGB Lehrte)

Mieten-Stopp gefordert und signalisiert

Lehrte (r/gg). Die hiesigen DGB- und ver.di-Ortsvereine habe sich dem bundesweiten Aktionstag "Mieten-Stopp" angeschlossen und signalisierten das Thema auf der Zuckerpassage für Passanten. Der Vorsitzende Reinhard Nold zieht positive Bilanz zum Interesse und sagt: „Auch in Lehrte sind bezahlbare Mietwohnungen Mangelware. Die Entwicklung der Einkommen kann mit den steigenden Mieten nicht schritthalten. Und durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hat sich die Lage vieler Mieter noch einmal weiter verschärft.“
„In Lehrte sind die Mieten in den letzten fünf Jahren um 17 Prozent gestiegen. Während 2016 für einen Quadratmeter noch 6,50 Euro zu zahlen waren, mussten Anfang 2021 bereits 7,60 Euro gezahlt werden. Die nächste Bundesregierung muss aktiv werden und den Mietern durch einen sechsjährigen Mietenstopp eine Atempause verschaffen“, ergänzt Klaus Trusch vom ver.di Ortsverein Lehrte/Sehnde.
„In der Zwischenzeit müssen neue, bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Dazu brauchen wir eine Ausweitung der Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau, eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit und ein soziales Bodenrecht. Zudem muss die Kommune Investoren bei Neubauprojekten stärker auf das Gemeinwohl verpflichten. Bund, Länder und Kommunen müssen sich außerdem wieder verstärkt ihrer Verantwortung als Anbieter günstiger, öffentlicher Wohnungen bewusst werden“, fordert Reinhard Nold.
Anmerkungen der DGB- und ver.di-Ortsvereine: "Die genannten Zahlen stammen aus der empirica Preisdatenbank auf Basis der VALUE Marktdaten. Sie entsprechen den sogenannten Angebotsmieten (Median), also jenen Preisen, zu denen Wohnungen auf dem Markt angeboten werden. Diese Werte bilden die Dynamik auf dem Wohnungsmarkt besser und zeitnaher ab als die sogenannten Bestandsmieten. Alle Forderungen der Kampagne finden sich unter www.mietenstopp.de."