Aktion für Frauen mit Brustkrebs

Symbolisch wird mit den entzündeten Kerzen an das Schicksal der an Krebs Erkrankten erinnert. (Foto: J. Thamm)

Zeremonie in der Nikolauskirche am 1. Oktober

LEHRTE (r/gg). Mehr als 150 Frauen bundesweit hören täglich die Diagnose „Brustkrebs“ und 48 Frauen sterben täglich an dieser Krankheit. Um der Verstorbenen zu gedenken, entzünden die Mitglieder der hiesigen Gruppe "Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH)" in einer Andacht am Montag, 1. Oktober, um 17 Uhr, in der Nikolauskirche, Osterstraße 3, 48 Kerzen.
Mit dieser Zeremonie, die nach der Lichtträgerin Lucia benannt ist, eröffnet
Deutschlands größte und älteste Krebs-Selbsthilfeorganisation in vielen
deutschen Städten den Aktionsmonat gegen Brustkrebs, der weltweit im Oktober
begangen wird.
Die Kerzen dienen neben dem Gedenken auch dazu, auf die Chancen der
Krebsfrüherkennung und die Möglichkeiten der Unterstützung der Betroffenen
durch die Selbsthilfeangebote der FSH hinzuweisen. „Die medizinische
Versorgung von Frauen mit Brustkrebs ist in Deutschland sehr gut, doch mit
ihren Sorgen und Kümmernissen bleiben die Erkrankten meist allein“, sagt
Jutta Thamm, Leiterin der Lehrter Gruppe.
Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass die Erkrankung eine emotionale Belastung
für die ganze Familie und auch den Freundeskreis darstellt. Sie sagt: „In dieser
Situation fangen wir die Frauen auf und begleiten sie auf ihrem zunächst
schwierigen Weg.“ Neben seelischer Unterstützung wird in der Gruppe auch ganz praktische Hilfe angeboten.
„In unserer Gruppe bieten sich viele Möglichkeiten für den Betroffenenaustausch
und um sich zu informieren“, erklärt Jutta Thamm, „Doch am wichtigsten ist es
uns zu zeigen, dass man auch mit einer Krebserkrankung Lebenslust und
Lebensfreude empfinden kann.“
Betroffene Frauen aus Lehrte und Umgebung sind daher herzlich eingeladen, zu einem der nächsten Treffen zu kommen. Die Gruppe trifft sich immer am letzten Mittwoch eines Monats um 15 Uhr im Speisesaal des Klinikums
Lehrte. Die Treffen können völlig unverbindlich besucht werden und
sind kostenfrei. Ansprechpartnerinnen sind Jutta Thamm, Telefon 05128 56 34, und
Elke Kunter, Telefon 05175 27 52.