Ablauf effektiv strukturiert

Pastorin Beate Gärtner (links) und Pastorin Gesa Steingräber-Broder haben den Ablauf für den Gottesdienst in der Matthäuskirche mit Sicherung des Infektionsschutzes vorbereitet. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Matthäuskirche soll mit allen Sinnen erlebbar sein

LEHRTE (gg). „Zu unserem Hygienekonzept haben wir uns viele Gedanken gemacht“, sagt Pastorin Beate Gärtner vor dem ersten Gottesdienst in der Matthäuskirche nach der Infektionsschutz-Pause. Am Sonntag, 14. Juni, um 10 Uhr soll eine „wiedergewonnene Gemeinschaft“ erlebbar sein. „Unser Kirchenraum ist etwas ganz besonderes. Mit der gebotenen Sorgfalt haben wir ihn coronakonform ertüchtigt,“, sagt sie zu den Maßnahmen, die ein Infektionsgeschehen verhindern sollen. Gottesdienst-Teilnehmer werden Teil der Choreografie, die sogar in einem erklärenden Video vorab online zur Verfügung stehen wird. Die Kirche wird ab 9.30 Uhr geöffnet sein. Um Warteschlangen zu vermeiden, sollen Besucher die halbe Stunde zwischen Öffnung der Kirche und Beginn des Gottesdienstes möglichst umfassend nutzen. Zum Gottesdienst ist ein Mund-Nasen Schutz mitzubringen und zu tragen. Handdesinfektion steht an der Kirchentür bereit. Es gibt eine datenschutzkonforme Dokumentation von Teilnehmer-Namen geben. Der Eintritt in und der Austritt aus dem Kirchenraum erfolgt in einem Einbahnstraßensystem. Die Plätze werden von Besucherbetreuern zugewiesen, die sich nach Teilnehmer-Listen richten. Diese Listen werden vorab, nach Anmeldung, im Kirchenbüro erstellt. Spontane Besucher bekommen einen Platz, wenn noch Kapazitäten frei sind. Rechnerisch sind 40 Sitzplätze vorhanden, wenn nur Einzelpersonen kämen. Wenn allerdings Gruppen aus einem Haushalt, Familienmitglieder, kommen, sind bis zu 124 Sitzplätze vorhanden. Statt gemeinsamem Singens wird Solomusik erklingen. Das gemeinschaftliche Beten des Vaterunsers wird auch unter einer Maske gut möglich sein. Der Gottesdienst wird eine Länge von höchsten 30 Minuten haben. Danach wird die Kirche bis 11 Uhr für ein stilles Gebet geöffnet sein.
"Wir haben den Ablauf mehrfach durchdacht, um jegliche zu nahe Begegnung und Ansammlungen der Gottesdienstteilnehmer zu verhindern", sagt Pastorin Gesa Steingräber-Broder. Selbst Details, wie die Ausgabe der Datenblätter, sind effektiv strukturiert. Diese Strenge soll kein Widerspruch, sondern eine gesunde Basis für Besinnung im Glauben sein. Pastorin Beate Gärtner sagt: "Wir wollen die Gemeinsamkeit spüren, nur das gemeinsame Singen ist nicht möglich."