Abiturienten schreiben offenen Brief

Schüler des Gymnasiums Lehrte, Levin Stade (von links), Niklas Becker, Josh Neiseke und Hendrik Hartung, stehen vor der gesperrten Sporthalle in der Schlesischen Straße. (Foto: Privat)

Forderung an Kultusminister Grant Hendrik Tonne

Lehrte-Sehnde (r/gg). Schüler der Sport-Leistungskurse des Gymnasiums Lehrte und der KGS Sehnde haben einen "offenen Brief zur aktuellen Situation in der Corona-Krise" formuliert. Kultusmnister Grant Hendrik Tonne wird aufgefordert, die "Abitur-Prüfungsbedingungen im Fach Sport an die mangelhafte Trainingssituation anzupassen". Mit den derzeit geltenden Einschränkungen sei es nicht möglich in allen Fächern volle Leistungen zu erbringen. Die Schüler schreiben: "Wir finden, dass besonders der sportliche Bereich des Abiturs zu wenig Anpassungen erfahren hat, um Punkt sechs der Zehn-Punkte-Agenda des Kultusministeriums gerecht zu werden, nämlich, dass Prüfungen fair ablaufen und die Schüler ohne pandemiebedingte Nachteile die Prüfungen absolvieren können." Ein Herabsetzen der Anforderungen im Prüfungsfach Sport sei unumgänglich. Unmöglich sei es, für die Prüfungssportarten zu trainieren, Sport- und Schwimmhallen sind geschlossen, worunter nicht nur Schwimmer und Triathleten, sondern auch alle Handballer, Volleyballer, Fußballer leiden. Dass selbst Sportplätze und Stadien geschlossen sind, obwohl dort Abstände eingehalten werden können, sei bezeichnend. Da trotz dieser Umstände die Abitur-Anforderungen unverändert geblieben sind, gebe es Handlungsbedarf.
Mit einem Zitat aus der Zehn-Punkte-Agenda des Kultusministeriums schließt die Argumentation der Schüler. So wurde seitens der Politik und der Landesverwaltung versprochen: "Wir sichern faire Prüfungen zu, keiner muss Nachteile wegen Corona befürchten." Die Schüler fordern daher: "Ohne Anpassung des Bewertungssystems für die praktischen Sportprüfungen sehen wir uns nicht in der Lage eine benachteiligungsfreie Abiturprüfung im Fach Sport abzulegen."
Der offene Brief ist bereits an das Niedersächsische Klutusministerium gesandt worden. Die Schüler hoffen auf kurzfristige Antwort.