40 Helfer in Aligse

Müll-Sammlung lief im 35. Jahr

ALIGSE (r/gg). Ein schwarzes Stoff-Schaf, Waffeleisen, leere Kanister, ein Tretroller, Matratzen, ein Auspuffrohr, acht PKW-Reifen, teilweise mit Felge, viele Flaschen, diverse Metallteile und jede Menge Plastikteilchen: Von all diesem wild verstreuten Müll rund um das Dorf haben 40 Freiwillige Aligses Feld und Flur befreit.
Die Müllsammelaktion unter dem Motto "Der große Rausputz" zählen viele Bürger inzwischen zum Aligser Brauchtum. Immerhin fand der Aligser Kehraus jetzt zum 35. Mal statt.
Viele, die bereits bei der ersten Feldmarkreinigung im Frühjahr 1984 dabei waren, freuten sich mit dem federführenden Ortsrat und der Ortsfeuerwehr, dass sich in diesem Jahr besonders auch wieder die Jüngeren für Umweltschutz und Dorferhaltung vor der eigenen Haustür einsetzen. Kinder und Jugendliche, zahlreiche Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr, machten etwa die Hälfte der Rausputz-Aktivisten aus. "Diese bunte Putztruppe der Generationen hat gemeinsam ein starkes und tatkräftiges Zeichen für unsere Dorflandschaft als erstes Naherholungsgebiet gesetzt", sagte Ortsbürgermeister Frank Seger. Besonders die westliche Feldmark, in Richtung Blauer See, sei, trotz der Belastung durch Autobahnlärm, als Aligser Auslaufmeile bei Joggern, Radfahrern, Spaziergängern und Hundehaltern immer noch sehr beliebt, so Seger. Illegal abgelegte PKW-Reifen oder leere Flachen, da seien sich alle einig gewesen, stellten einen störenden Eingriff in das Landschaftsbild da. Nach dem erfolgreichen Rausputz glänze nun die Flur und lade wieder zum Entspannen ein. "Auch der Frühling kann jetzt kommen!", seufzte eine Teilnehmerin erleichtert im Anschluss an den Aligser Kehraus beim beliebten Klönschnack im Feuerwehrhaus. Hier spendierten Ortsrat und Ortsfeuerwehr allen Helfern eine Dankeschön-Brotzeit, darunter auch den "vom Aussterben bedrohten" Mett-Igel der örtlichen Landschlachterei Schlüter.