Ratsmehrheit für Routenführung

Mögliche Routenführungen von Ahlten nach Lehrte.
  • Mögliche Routenführungen von Ahlten nach Lehrte.
  • Foto: SSP Consult GmbH
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Lehrte (gg). Seit Jahren wird politisch zur Routenführung eines zukünftigen Radschnellwegs diskutiert. Jetzt hat der Rat mit mehrheitlichem Votum die Detailplanung für die sogenannte Variante Süd möglich gemacht. Vorangegangen war ein Gutachten der SSPConsult, beratende Ingenieure GmbH in Köln, wonach sich gegenüber der von der CDU/FDP-Fraktion im Rat favorisierten Routenführung Vorteile ergeben. Ausschlaggebend dabei war, so die Redebeiträge in der jüngsten Ratssitzung, die größere Aussicht auf Förderfähigkeit, sodass die Lehrter Stadtkasse durch Zuschüsse aus Bundes- oder Landeskasse bei den Baukosten entlastet wird. "Dennoch bleiben viele Fragen", so der Tenor im Rat. Welche Baumaßnahmen in der nun beauftragte Detailplanung nötig sein werden, sei noch recht unklar. Als Knackpunkt der 6,8 Kilometer langen Strecke vom Bahnhof Ahlten,  Zum Großen Freien, Birkenstraße, Ahltener Feldmark, Fuhrenweg und bis zum Rathaus scheine ganz klar die Birkenstraße zu sein. Jetzt wurde für den Beschluss die Voraussetzung formuliert, "dass keine baulichen Maßnahmen in der Birkenstraße ergriffen werden, so dass der gepflasterte Abschnitt in der Birkenstraße weitgehend im derzeitigen Zustand belassen wird und die Birken und die Parkplätze erhalten bleiben. Auch die Pflasterung der Straße soll bestehen bleiben, lediglich die Aufpflasterungen sind für den Radverkehr zu optimieren.
Sollten in der Birkenstraße wesentliche bauliche Änderungen aufgrund der Förderkonformität vorgenommen werden müssen, sind andere, förderfähige Alternativen im Bereich der Birkenstraße zu prüfen und vergleichend gegenüberzustellen." 
Das Votum für die Routenführung Variante Süd widerspricht den Votum aus dem Ahltener Ortsrat, wo unter CDU-Mehrheit die Route auf dem Eisenbahnlängsweg favorisiert wurde. Die Entscheidung fiel in Abwägung der Nachteile der Süd-Variante. Ahltens Ortsbürgermeisterin Heike Koehler dazu: "Es erfordert sehr viel mehr als ein paar Schilder aufzustellen, um einen Radschnellweg zu realisieren." Dies sei in der Problematik des Autoverkehrs auf der Birkenstraße nicht möglich.

Autor:

Gabriele Gosewisch aus Lehrte

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