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Kräuterhexen klären auf

Die Kräuterhexen geben Einweisung in die wertvolle Artenvielfalt der Heilpflanzen.
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  • Die Kräuterhexen geben Einweisung in die wertvolle Artenvielfalt der Heilpflanzen.
  • Foto: Susanna Veenhuis
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Lehrte (r/gg). Der Farbe Blau schreibt die Wissenschaft eine ausgleichende und beruhigende Wirkung zu. Viele Pflanzen blühen derzeit in verschiedenen Tönen dieser Grundfarbe, und deshalb steht die Farbe Blau jetzt auch im Mittelpunkt des nächsten Vortrags, zu dem die in Lehrter bekannten Kräuterhexen, eine Gruppe engagierter Expertinnen, für Sonntag, 29. Mai, um 11 Uhr in den Heilpflanzengarten am Klinikum an der Manskestraße einladen. „Blau und Rau“ ist der Titel der kostenlosen Führung, bei der die Kräuterfrauen ihr Wissen über Borretsch, Natternkopf, Ochsenzunge, Beinwell und das Ackervergissmeinnicht weitergeben wollen.
Wer durch das Foyer des Krankenhauses geht und den kleinen Klinikpark betritt, kann natürliche Farben und Düfte genießen. Bäume spenden Schatten und bunte Beete erfreuen Augen und Seele. Ein großer Gingko-Baum bildet die Mitte und das Kennzeichen des Heilpflanzenbeets, das von den so genannten Kräuterhexen um Initiatorin Margaretha Ehlvers seit 2006 intensiv und ehrenamtlich betreut und gepflegt wird.
Erst jüngst haben sich sieben der fleißigen Kräuterkundigen auf den Weg in eine Fachgärtnerei in der Nähe von Worpswede gemacht, um den Bestand zu ergänzen und zu erweitern. Gut 200 Heilpflanzen gedeihen munter auf dem Hügel am Lehrter Klinikum, ihre Heilwirkungen werden von den Kräuterhexen erläutert. So zum Beispiel, warum das niedliche, aber eher unscheinbare Ackervergissmeinnicht früher als Liebes- und treuebeweis verschenkt wurde. Leuchtend lila-blau blüht der Beinwell, dessen Name Programm ist: Sowohl äußerlich als auch innerlich können die entsprechenden Teile der Pflanze zur Heilung und Linderung ganz verschiedener Symptome verwendet werden. Wegen seines zarten Dufts nach Gurken wird der Borretsch auch Gurkenkraut genannt. Seine strahlend blauen Blüten bieten nicht nur vielen Insekten einen reich gedeckten Tisch, sondern machen sich auch gut als essbare Blüten auf Salaten und anderen Speisen.
Während der Vegetationsperiode bieten die Kräuterhexen jeden letzten Sonntag im Monat jeweils um 11 Uhr die kostenlose Kräuterführung an. „Vorsicht! Rühr mich nicht an!“ So heißt es bei der Pflanzenführung am 26. Juni vom König der Gifte, dem Fingerhut, aber auch über Herbstzeitlose, Bittere Schleifenblume, Aronstab, Maiglöckchen.
Am 31. Juli erstrahlen unter dem Titel „Mehr Licht! Licht an!“ Königskerze, Nachtkerze, Traubensilberkerze, Wegeleuchte, Sonnenblume. „Mit aller Schärfe“ heißt es am 28. August über Schwarzen Senf, Weißen Senf, Kapuzinerkresse, Brunnenkresse, Rauke und Meerrettich. Die letzte Führung des Jahres ist der Beeren-Ernte gewidmet: Um Aronia, Sanddorn, Hagebutte, Schlehe und Holunder geht es zum Thema „Wild und fruchtig“ am 25. September.
QR-Codes an den einzelnen Pflanzen geben detailliert Auskunft über Name, Herkunft und Anwendung direkt aufs Smartphone. Interessierte können unter E-Mail Heilpflanzengarten-Lehrte@gmx.de den neuen Kräuterhexen-Newsletter abonnieren. Führungen für Schulklassen, Kindergruppen und sonstige Interessierte koordiniert Margaretha Ehlvers unter Telefon 05132 47 77.

Die Kräuterhexen geben Einweisung in die wertvolle Artenvielfalt der Heilpflanzen.
Faszinierende Blüten entfalten im KRH-Heilpflanzen-Garten an der Manskestraße.
Autor:

Gabriele Gosewisch aus Lehrte

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