Jugendfeuerwehr auf Reisen

Parade in Ieper mit Beteiligung der Lehrter Jugendfeuerwehr.
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  • Parade in Ieper mit Beteiligung der Lehrter Jugendfeuerwehr.
  • Foto: Stadtfeuerwehr Lehrte
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Lehrte (r/gg). Die Jugendfeuerwehr ist der Einladung der Jeugdbrandweer Ieper in Belgien-Flandern gefolgt und hat an deren 50. Jubiläum teilgenommen, eine Initiative der Ieper Bürgermeisterin Emmily Talpe und des Jugendwartes Kristof Louagie, die an die  Partnerschaft der Feuerwehren erinnert. Die Gründung der Jeugdbrandweer Ieper erfolgte vor 50 Jahren nach einem Besuch und beruht auf den Statuten der Lehrter Jugendfeuerwehr.
Am 1. April war es so weit. Eine Lehrter Gruppe aus 24 Aktiven und Jugendlichen unter der Leitung von Ortsbrandmeister Marc Wilhelms brach mit drei Fahrzeugen Richtung Belgien auf. Nach rund sieben Stunden Fahrt erreichte man die Stadt Ieper und wurde von der dortigen Feuerwehr herzlich begrüßt. "Nach einem leckeren Abendessen und den ersten Gesprächen gab es Unterkunft in einem Hotel in der Nähe des Menenports", berichtet Feuerwehr-Sprecher Stephan Keil. Hier seine weitere Zusammenfassung vom Ablauf: Der Samstag, der Tag des Jubiläums, begann mit einem Stadtbummel, um den Jugendlichen die Stadt Ieper ein wenig näher zu bringen. Am Mittag begann die eigentliche Feier mit einer Stadtrallye und verschiedenen Spielen, an der mehr als 35 Jugendabteilungen aus dem ganzen Umland teilgenommen haben. Hierbei galt es beispielsweise einen Staffellauf mit einem Feuerlöscher zu absolvieren oder ein verrücktes Labyrinth mittel Spreizer, Hebekissen und Rettungszylinder zu steuern. Highlight des Abends war die Parade durch die Innenstadt und die Fahnenweihe der Jeugdbrandweer Ieper. Gefolgt von der Teilnahme an der abendlichen Zeremonie der Last Post unter dem Menenport. Zum Hintergrund der Last Post: "In Ypern wird seit dem 1. Mai 1928 täglich um 20 Uhr vor der 1927 von den Briten errichteten Menenpoort (Gedenktor) The Last Post gespielt. Diese Tradition erinnert an die Gefallenen des Commonwealth im Ersten Weltkrieg und wurde nur während der Zeit des Zweiten Weltkrieges unterbrochen. Vom 20. Mai 1940 bis zum 6. September 1944 wurde die Zeremonie auf den Brookwood Friedhof in England verlegt. Am 9. Juli 2015 wurde The Last Post zum 30.000 Mal unter den Torbögen gespielt. Im Inneren des Tores stehen die Namen von 54.896 Vermissten der vier Flandernschlachten."
Zum weiteren Programm für die Lehrter Jugendfeuerwehr gehörte der folgende Festakt in der Feuerwache, bei dem auch der Lehrter Ortsbrandmeister Marc Wilhelms Grußworte sprach und eine Feuertonne als Geschenk überbrachte.
Am Folgetag besuchten die Jugendlichen das Flanders Fields Museum, um etwas über die Geschichte und die Bedeutung der Stadt Ieper im 1. Weltkrieg zu erfahren. Hier schreibt Stephan Keil zum Hintergrund: "Vor nahezu 100 Jahren war die Gegend rund Ypern der Schauplatz eines der meist zerstörerischen Konflikte der Geschichte. Nun, da auch die letzten Zeugen gestorben sind, ist das In Flanders Fields Museum mehr als je zuvor das Tor zum Ersten Weltkrieg in Flandern. Das In Flanders Fields Museum versetzt den Besucher in die Zeit des Ersten Weltkriegs. Es konfrontiert Alt und Jung mit Leben und Tod in der Frontregion rund um Ypern. Die Ausstellung mit ergreifenden Videoprojektionen, einzigartigen Tonfragmenten und den modernsten Multimedia-Anwendungen zeigt das Leben an der Front."
Seitens der hiesigen Feuerwehr ist eine Belebung der Städtefreundschaft zwischen Ieper und Lehrte ausdrücklich erwünscht. Angedacht ist ein Gegenbesuch im nächsten Jahr.

Parade in Ieper mit Beteiligung der Lehrter Jugendfeuerwehr.
Lehrtes Ortsbrandmeister Marc Wilhelms (links) und Kristof Louagie, Jugendwart der Ieper Feuerwehr,
Autor:

Gabriele Gosewisch aus Lehrte

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