Zuweisung des Bundes

Region gibt Hälfte der Summe ab

Region (r/gg). Die Regionsverwaltung will die Städte und Gemeinden mit einer Rückzahlung in Höhe von rund 35 Millionen Euro entlasten. Das hat Finanzdezernentin Cordula Drautz angekündigt. Die Entscheidung trifft die Regionsversammlung am Dienstag 15. Dezember. Das Geld stammt aus Mitteln, die der Bund für die Kosten der Unterkunft zu Verfügung stellt. Die Bundesregierung hatte im Frühjahr angekündigt, nicht mehr wie bisher knapp 50 Prozent der Kosten der Unterkunft zu tragen, sondern fast 75 Prozent. Für den Fall, dass die Zusage rückwirkend ab Januar 2020 gilt, hatte Regionspräsident Hauke Jagau angekündigt, die Städte und Gemeinden daran teilhaben zu lassen. „Wir wollen in Zeiten von Corona, in denen für alle öffentlichen Haushalte Unsicherheit herrscht, wie sich die Einnahmen zukünftig entwickeln werden, als Region die Städte und Gemeinden entlasten, sofern es unsere Finanzlage erlaubt“, sagt Cordula Drautz. „Die Finanzierung der Region Hannover ist keine Einbahnstraße. Natürlich ist die Region Hannover auf die Regionsumlage angewiesen, um Aufgaben wie die soziale Infrastruktur und den öffentlichen Personennahverkehr finanzieren zu können, die die Region für alle übernimmt. Auf der anderen Seite wollen wir aber auch die Städte und Gemeinden unterstützen, wenn es nötig und möglich ist. Gerade in schwierigen Zeiten kommt es darauf an, auf die Herausforderungen, denen wir alle gemeinsam gegenüberstehen, solidarisch zu antworten“.
Neben der Übernahme eines größeren Anteils der Kosten der Unterkunft durch den Bund erwartet die Region Hannover auch eine Finanzspritze des Landes Niedersachsen. „Dem ÖPNV sind massiv Fahrgeldeinnahmen weggebrochen. Das Land hat angekündigt, diesen Verlust zum Teil auszugleichen“, erläutert Cordula Drautz. Aktuell profitiere die Region zudem von den Konjunkturprogrammen von Bund und Land zum Beispiel durch den Ausgleich für entfallene Gewerbsteuer.
Teilrückzahlung je Kommune: Barsinghausen 734.843 Euro, Burgdorf 635.665 Euro, Burgwedel 543.382 Euro, Garbsen 1.383.211 Euro, Gehrden 314.449 Euro, Hannover 20.504.300 Euro, Hemmingen 426.784 Euro, Isernhagen 659.255 Euro, Laatzen 926.026 Euro, Langenhagen 1.854.849 Euro, Lehrte 1.020.955 Euro, Neustadt 1.001.947 Euro, Pattensen 323.414 Euro, Ronnenberg 509.476 Euro, Seelze 748.529 Euro, Sehnde 479.993 Euro, Springe 591.611 Euro, Uetze 450.125 Euro, Wedemark 701.230 Euro, Wennigsen 281.772 Euro und Wunstorf 910.638 Euro.