Zukunft es Klinikums bestätigt

Regionspräsident Hauke Jagau, auch KRH-Aufsichtsratsvorsitzender, hatte zum Bürger-Informationsabend im Kurt-Hirschfeld-Forum eingeladen. (Foto: Gabriele Gosewisch)

KRH-Leitung kündigt großen Ausbau an

LEHRTE (gg). „Ja, es gab eine ungewisse Zeit“, sagte KRH-Geschäftsführer Medizin Matthias Bracht beim Bürger-Informationsabend im Kurt-Hirschfeld-Forum am Donnerstagabend zur Zukunft der Lehrter Klinik. Sein Chef, der KRH-Aufsichtsratsvorsitzende, Regionspräsident Hauke Jagau, hatte dazu eingeladen. Rund 400 interessierte Bürger, Vertreter der Landes-, Regions- und Ortspolitik nahmen teil, um „verlässliche Auskunft“ zu bekommen, nachdem Gerüchte die jüngste politische Diskussion bestimmten. Mit Demo-Banner „Pro Klinikstandort“ machten DGB- und SPD-Ortsverein Stimmung. „Grund- und Regelversorgung mit dem zusätzlichen Schwerpunkt der Altersmedizin werden in Lehrte nachhaltig gesichert“, sagte Matthias Bracht. Mehr noch, für das KRH-Klinikum Lehrte sei ein Ausbau geplant, deren Kosten sicherlich, nach zu erwartendem Votum aus der Regionsversammlung, aus der Regionskasse bezahlt werden. Dies sei der nächste Schritt, nachdem es vor einigen Wochen ein Absage zur Kostenübernahme vom Land Niedersachsen gab. „Nach ersten Schätzungen geht es um 17 Millionen Euro, aber wir wissen alle, dass mit Kostensteigerungen zu rechnen ist“, sagte Hauke Jagau. Zur niedersächsischen Krankenhausplanung gab Matthias Bracht detailliert Auskunft. So würden die Betten der Fachrichtung Geriatrie nicht separat geplant, sondern aus der Verbund-Betrachtung der Betten-Anzahl der Inneren Medizin oder auch Chirurgie ermittelt. Konkret: „Das KRH Klinikum Region Hannover hat die Möglichkeit, in Lehrte vorhandene chirurgische und internistische Betten geriatrisch zu nutzen.“ Zur langfristigen Standortsicherung würde das KRH an seiner Forderung nach weiteren Behandlungskapazitäten für das geriatrische Zentrum in Lehrte festhalten. Dies könnte durch die Verlagerung der noch in der Langenhagener Klinik verbliebenen Betten nach Lehrte erreicht werden. Matthias Bracht sagte: „Die Geriatrie ist eine Querschnittsfunktion aus Innerer Medizin und Chrirurgie. Daher ist die Geriatrie im Niedersächsische Krankenhausplan nicht enthalten. Unser Konzept können wir unabhängig davon gestalten.“
Gebaut werden soll soll schnell wie möglich. Ziel sei eine Umsetzung innerhalb der nächsten vier Jahre. Genügend Platz sei auf dem derzeitigen Klinikgelände gegeben.