Zugewanderte können Beratung nutzen

Keine konkrete Auskunft, aber Weitervermittlung

REGION (r/gg). Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit sollen sich auch künftig mit allen Fragen an eine zentrale Beratungsstelle in der Ausländerbehörde der Region wenden können. Die Regionsversammlung hat nun beschlossen, die sogenannte Orientierungsberatungsstelle weiter zu fördern. Jetzt hat die Region Hannover die Verträge mit den Kooperationspartnern AWO, Caritas, DRK, Diakonischen Werken und dem Verein Kargah, gültig bis einschließlich 2022 unterzeichnet. „Die Zusammenarbeit hat sich bewährt. Ich freue mich, dass wir sie fortsetzen können“, sagt Cora Hermenau, Dezernentin für Öffentlich Gesundheit, Sicherheit, IT und EU-Angelegenheiten in der Regionsverwaltung.
Seit Juli 2017 finden Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Gebäude an der Maschstraße 17 in Hannover nicht nur das Team Zuwanderung der Region Hannover, sondern auch Ansprechpartner, die in Lebensfragen weiterhelfen und Ratsuchende gezielt weiter vermitteln können. Die Regionverwaltung stellt einen Raum samt Ausstattung kostenfrei zur Verfügung und finanziert zudem das Beratungsangebot. „Zu Sprachkursen, Arbeit, Fort- und Weiterbildungen oder auch zur Rückkehr in die Heimat können die Mitarbeiter nicht umfassend Auskunft geben. Ihre Aufgabe ist es, den aufenthaltsrechtlichen Status zu prüfen und die Verfahren zu betreuen“, sagt Zuhal Karakas, Leiterin des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit. „Aber natürlich gibt es einen großen Bedarf an Beratung in allen lebenspraktischen Fragen.“
Idee der Orientierungsberatungsstelle ist nicht, vor Ort alle Antworten zu geben. Vielmehr baut die Stelle Brücken zu konkreten Angeboten und kann einen Überblick über Möglichkeiten und Perspektiven bieten. Die Öffnungszeiten sind an die Sprechzeiten des Teams Zuwanderung angepasst. Die Mitarbeiter weisen ihre Kunden aktiv auf das Angebot hin, das von der Regionsverwaltung mit 55.000 Euro pro Jahr gefördert wird. Im zweiten Halbjahr 2017 wurden 104 Beratungen registriert, im Jahr 2018 wurden insgesamt 251 Beratungen notiert. Bei einer Jahresförderung von 55.000 Euro entspricht dies rund 219 Euro pro Beratung. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2019 wurden 160 Beratungsgespräche geführt.