Wer mobilisiert bei der Regionspräsidenten-Stichwahl am Sonntag besser für den Gang zur Wahlurne?

Der wieder kandidierende Regionspräsident Hauke Jagau (2.v.l.) wurde im Wahlkampf-Schlußspurt vom niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) und Sven-Christian Kindler (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) gemeinsam mit dem umweltpolitischen Sprecher im Bundestag, Dr. Matthias Miersch (MdB, SPD), sowie seiner hannoverschen Kollegin Kerstin Tack (ebenfalls MdB) unterstützt. (Foto: SPD Region)

Wahllokale haben am 15. Juni von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet - Zur Teilnahme reicht der Personalausweis

REGION HANNOVER (r/kl). Am Sonntag, 15. Juni, wird es bei der Stichwahl für das Amt des Regionspräsidenten (Wahllokale von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet) noch einmal spannend. Zwar lag im ersten Wahlgang der amtierende Hauke Jagau von der SPD mit 47,3 Prozentpunkten vorn. Sein Mitbewerber Axel Brockmann für die CDU (38,7 Prozentpunkte) sieht diesen Abstand aber nicht als uneinholbar. Denn erst die morgige Stichwahl wird beantworten, wohin sich die Wähler/innen der ausgeschiedenen Kandidaten der kleineren Parteien orientieren - und welche Auswirkungen eine veränderte Wahlbeteiligung haben könnte, denn zum ersten Wahlgang am 25. Mai mobilisierte die Europawahl mit.
Andererseits loben alle Beobachter einhellig, der sehr an Sachthemen orientierte Wahlkampf in diesem Jahr habe die Region und ihre Aufgabenvielfalt den Wähler/innen näher gebracht als je zuvor. Und zeigt auch ein erneuter Anstieg der Briefwähler/innen, dass die Region schon Wahlbeteiligung findet. Und haben beide Bewerber ihren Wahlkampf engagiert weiter geführt. Wer wird morgen seine Anhänger besser zur Wahl motivieren können?
Regionswahlleiter Prof. Dr. Axel Priebs weist ausdrücklich darauf hin, dass Wahlberechtigte am 15. Juni auch ohne Wahlbenachrichtigung wählen können. „Der Personalausweis reicht. Die Bürgerinnen und Bürger können einfach in dasselbe Wahllokal gehen wie am 25. Mai, als der erste Wahlgang anstand.
Ich bin verschiedentlich darauf angesprochen worden, ob es noch einmal eine Information an alle gibt. Die Wahlbenachrichtigungen, die verschickt wurden, hatten bereits auf das Datum einer möglichen Stichwahl hingewiesen. Ich weiß aber, dass viele Menschen diese Karte schon weggeworfen haben.“
Mehr als 900.000 Menschen in der Region Hannover sind aufgerufen, am morgigen 15. Juni ihr Kreuz zu machen. Wahlberechtigt sind deutsche und EU-Staatsbürgerinnen und -bürger, die mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in der Region Hannover leben.
„Die Wahl des Regionspräsidenten wird in ihrer Bedeutung oft unterschätzt“, sagt Prof. Dr. Priebs. „Die Region Hannover nimmt für die 21 Städte und Gemeinden wesentliche Aufgaben wahr wie die Bereitstellung des Öffentlichen Nahverkehrs und die Abfallentsorgung. Bei der Region sind das Gesundheitsamt und die Untere Naturschutzbehörde für das gesamte Regionsgebiet angesiedelt, sie ist außerdem Trägerin des Zoos und des Klinikums Region Hannover – um nur einige Beispiele zu benennen.“
Der Regionspräsident steht an der Spitze der Regionsverwaltung mit rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ist oberster Repräsentant der Region Hannover und stimmberechtigtes Mitglied in der Regionsversammlung, dem wichtigsten politischen Gremium in der Region Hannover.
Neben den Ergebnissen aus der Wahl um das Amt des Regionspräsidenten sind auch die Ergebnisse der Stichwahlen um das Amt des Bürgermeisters in Garbsen, Gehrden, Langenhagen und Pattensen bei der Wahl am 15. Juni von Interesse.